Dienstag, 15. Juli 2014

REZENSION "Das Geheimnis der Flamingofrau" von Laura Lay



Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren Richtung sie Folge für Folge bestimmt … 


Seitenanzahl: 50
Preis: 2,79 EUR
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Cover:

Obwohl ich lieber helle Cover mag, finde ich dieses hier sehr edel. Der schwarze Hintergrund bringt den Flamingo noch besser zur Geltung. 


Meinung:


Dieses Buch war mal ein ganz anderes Leseerlebnis. Leon ist ein Mann den ich noch nicht so richtig einschätzen kann, jedoch finde ich es toll, wie er an seinem Traum festhält. Er hat sich vorgenommen nur von der Schreiberei zu leben und keine Nebenjobs mehr anzunehmen. Diese Idee finde ich toll und dennoch bin ich beeindruckt von ihm, dass er diesen Vorsatz auch nicht bricht als er weniger Erfolg hat und um seine Miete zu zahlen alles zu Geld macht was er besitzt, am Ende bleibt ihm nur noch sein Laptop der für seine Schreiberei unerlässlich ist.

"Das Geheimnis der Flamingofrau" ist so gesehen ein Buch über Bücher und eine Geschichte in der eine Geschichte geschrieben wird. Aber was dieses Buch so interessant gemacht hat ist, dass man nicht ansatzweise wusste, wie es weiter gehen wird, da der Schreiber Leon in der Geschichte selbst nicht einmal wusste was er Schreiben möchte. Er hat sich einfach von diesen Momenten vor dem Flamingogehege inspirieren lassen. 


"Hallo?" Leon sah hoch. Die Frau war aufgewacht und sah ihn an. "Was machen Sie denn da?" Ihre Stimme war vollkommen anders als die Stimme der jungen Frau in seiner Geschichte. Herausfordernd, Keck.

Einerseits fand ich es Schade, dass Leon in seiner Freiheit eingeengt wurde, sodass seine Auftraggeberin Charaktere ganz ändern oder weglassen konnte und auch das Ende bestimmen konnte, andererseits ist es aber auch das was einen gewissen Reiz ausstrahlt, den so ist sein Werk auch für ihn eine Herausforderung und Überraschung. Ich denke dadurch lernt er auch hinzu, es sind ganz neue Eindrücke die durch diese Situation auf ihn einströmen.

Ich bin gespannt wie es weiter geht =)



Charaktere:

Tanja ist sozusagen ein Buch mit sieben Siegeln. Viele Gerüchte werden über sie verbreitet, doch kennen tut diese Frau keiner. Auch dem Leser bleibt hier Spielraum für jede Menge Fantasie, denn in diesem Teil lernt man sie auch noch nicht richtig kennen.

Leon hat Träume und seinen Stolz, dennoch lässt er sich auf diese Art von Experiment ein, für Tanja Geschichten zu schreiben. Doch schon bald stellt er fest, dass es sich von ihn anders auswirkt als erwartet.

Luise ist auf der einen Seite so scheu und zurückhaltend, andererseits wirkt sie kühl und abweisend. Sie scheint Tanja untergeordnet zu sein, doch wie haben sich die beiden nur kennen gelernt und in welchem Verhältnis zueinander stehen sie?


Schreibstil:

Laura Lay hat einen schönen und fesselnden Schreibstil. Sie drückt sie gewählt aus und anders als ich es sonst von Büchern kenne. Ihre Art und Weise zu berichten ist einzigartig und etwas was einem definitiv im Kopf bleibt.
Die Idee den Leser über die Fortsetzung im ungewissen zu lassen hat in mir eine Spannung geweckt, die das Buch hat wie ein kleines Geheimnis wirken lassen dessen Ende sich erst noch entwickeln muss.
Auch die Charaktere sind geheimnisvoll und stellen kleine Rätsel dar.



Bewertung:





Zur Autorin


Lay, geb. 1974, schreibt erotische Geschichten – mal mysteriös und dunkel, mal witzig und üppig, aber immer mit Herz und Lust!


Website: Laura Lay








Lesermeinungen:

"Man kommt aus dem Lesefluss nicht mehr heraus."
(Die Büchertante Blog)


"Unwirklich, fast magisch."
(Princess, spankingfreunde.de)


"Bitte die Story unbedingt weiterschreiben!"
(Lesendes Katzenpersonal)


"Ich kann wirklich nicht behaupten, dass ich eine derartige Geschichte jemals zuvor gelesen habe. (...) Eine Geschichte, die man einfach nicht weglegen kann, sobald man sich erst einmal in ihrem Bann befindet. (...) Ein Buch, das sich in keine Schublade stecken lässt und das auch in keine Klischeefallen tappt - und das ist etwas ganz Besonderes."
(Wortwelten)


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