Sonntag, 26. April 2015

REZENSION "Alias Mr. Grey" von Natalie Luca


Fritz ist vierundzwanzig, Buchhalter, und wohnt noch bei seinen Eltern. Er hat kein Glück bei Frauen, ebenso wenig wie seine besten Freunde, Programmierer Berni und Computerspiel-Tester Willi. Doch das soll sich jetzt ändern! Inspiriert von einem aktuellen Blockbuster melden sich die drei liebenswerten Chaoten bei einer Online-Datingplattform an und geben sich als Mr Lightgrey, Mr Mediumgrey und Mr Darkgrey aus: die angeblich dominanten, finanziell großzügigen Herren der Lust. 

Als sich tatsächlich Frauen auf ihre Anzeige melden, wird schon beim ersten Chat klar, dass die drei Nerds keine Ahnung von SM haben. Um sich fortzubilden, bestellen sie ein SM-Einsteigerset – und das Chaos nimmt seinen Lauf … 



Seitenanzahl: 116
Preis: 1,49 EUR


Cover:

Das Cover ist toll gemacht. Einerseits ist klar, dass es sich bei den drei Herren nicht um die Nerds in der Geschichte handelt, da einer schon knappe 130 Kilo auf die Wage bringt. Das Bild scheint eine Mischung aus Wunschdenken der Nerds und Realität zu sein, was die unsichere Haltung dieser gut verdeutlicht. 


Meinung:

Um das Trio am besten beschreiben zu können, ist mir schon zu Beginn der Geschichte das Wort "Nerds" in den Kopf gekommen. 
Die drei sind unheimlich sympathisch, doch überhaupt nicht realistisch. Sie sind von ihrer Idee als Frauen-Magnete Mr. Grey zu imitieren so begeistert, dass sie gar nicht bedenken, was das für sie bedeutet. Wie lebt man Dominanz? Wie bringt man eine Frau dazu sich zu unterwerfen? 


>>Sie nennt sich Ledermaus69 und will wissen, ob wir auf BDSM stehen<<, lese ich vor. >>Ich stehe auf UMTS<<, erklärt Willi. "Da ist die Datenübertragungsrate viel höher als bei 2G.<< >>Ich glaube, sie meint Sado-Maso<<, [...]

Die drei haben mir schon leit getan, sie sehnen sich nach einem Partner und versuchen auf ihre ungewöhnliche Art wenigstens ein wenig mit Frauen in Kontakt zu kommen. Gut gemeint ist jedoch lange noch nicht gut gemacht.
Bei den Vorbereitungen läuft allerhand schief, Fritz löst einen Streit bei seinen Eltern aus und scheint zugleich die Nachbarstochter mit seinem "frühmorgendlichen Yoga" einen Schock fürs Leben verpasst zu haben. 

>>Jede von euch kommt an die Reihe!<<, tippt er hastig. >>Beugt euch schon mal vorne über und wartet, bis wir euch rart hannehmen!<< >>Bis wir auch drannehmen.<<, korrigiere ich Bernis-Tippfehler. >>Bis wir euch drannehmen?<< fragt Berni entsetzt. >>Wer bist du, ihr Zahnarzt?<< 

Die Problematik ist eindeutig, dass sich die drei in keinster Weise im Bereich des BDSM auskennen und so nicht einmal ansatzweise wissen, was von ihnen erwartet wird. Eine heikle Situation folgt der anderen und ehe sie sich versehen, stecken sie mitten im Schlamassel. Die drei sind recht intelligent, doch in dieser Situation schalten sie ihr Gehirn aus und sehen schlicht weg ihren Erfolg als die "Herren der Lust" untergliedert in Mr. Lightgrey, Mr. Mediumgrey und Mr. Darkgrey. Die Party scheint schneller zu Ende als sie angefangen hat, den jeder weiß, im Internet kann man sein wer man will. 

>>Wir brauchen mehr Kerzen<<, sage ich. >>Kein elektrisches Licht! Vertraut mir, im Dunkeln sehen wir drei am besten aus.<< 

Gibt es am Ende für die drei doch ein Happy End? 


Charaktere:

Willi (Wizzzard-Willi) testet beruflich Computerspiele und hat in der virtuellen Welt auch Kontakt zu anderen, doch der Umgang mit Frauen liegt ihm so gar nicht. Doch was er nicht bedacht hat, in der virtuellen Welt lässt sich anhand der ausgedachten Namen nicht immer erkennen, ob der "gegenüber" wirklich Mann oder Frau ist.

Berni (BitByteBerni) oder in seinen Augen auch der Frauenversteher, ist Programmierer.

Fritzi (Fischaugen-Fritzi) ist 24, Buchhalter und hat, auch wenn es ihm zu Beginn selbst nicht wirklich klar war, einen Auge auf die Nachbarstochter geworfen.


Schreibstil:

Der Stil der Autorin Natalie Luca fesselt mich immer wieder. Auch in dieser Geschichte hat sie überzeugt, dass ihr auch andere Genre sehr gut liegen. 
Abwechslungsreich, witzig und immer wieder neue Ideen machen die Geschichten von Natalie zu etwas besonderem. 
Auch wenn mir die Geschichte gefallen hat und ich oft von Lachkrämpfen geschüttelt wurde, fehlt es mir hier einfach an der Romantik. Die Bewertung von 2,5 Eulchen soll dieses Buch im keinstem Fall ins negative Licht rücken, hier liegt eher die Problematik, dass ich zu sehr an einem Genre klammer. Ich bin sicher viele werden dieses Buch lieben =)
Diesmal ist mein Geschmack nicht getroffen worden, doch das hält mich nicht davon ab weiterhin die Bücher dieser Autorin zu verschlingen.

Deshalb auch hier, Danke für diese Geschichte liebe Natalie.


Bewertung:








Zur Autorin:

Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit frühester Jugend. Dabei inspirieren sie besonders ihre ausgedehnten Reisen in ferne Länder. „Unter goldenen Schwingen“ war Natalie Lucas Debütroman und bald schon so beliebt, dass Nathaniel und Victoria zu einer ganzen Reihe angewachsen sind.

- CARLSEN -



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