Dienstag, 14. Juli 2015

REZENSION "Dunkle Flammen" von Donna Grant


Seit Jahrhunderten kämpft ein Clan mächtiger Drachenkrieger darum, seine Magie vor den Augen der Menschen zu schützen. Doch das Geheimnis der Drachen ist in Gefahr, als eines Tages die schöne MI5-Agentin Denae Lacroix auf ihrer Mission zufällig in ihr Versteck gerät und dort dem attraktiven Kellan begegnet. Obwohl die Liebe zu einer Menschenfrau verboten ist, kann Kellan Denae nicht widerstehen und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit ihr ein. Eine Affäre, die nicht nur den Zorn der Ältesten entfesselt, sondern auch den Erzfeind der Drachen auf den Plan ruft ...

Seitenanzahl: 476
Preis: 9,99 EUR
ISBN: 978-3-453-31680-5    
Verlag: Heyne




Cover:


Das Cover war liebe auf den ersten Blick =3 Die beeindruckende Landschaft im Hintergrund, die idyllisch und gleichzeitig auf ein wenig beängstigend wirkt. Sowie der wohlgeformte Männer Torso im Vordergrund, den ein eindrucksvolles Drachen-Tattoo ziert. 
Die goldenen Ornamente um den Namen der Autorin Donna Grant, verleihen dem Gesamtbild einen besondern Ausdruck, ebenso wie das Drachenauge, welches dem Leser nahezu bedrohlich entgegenblickt. 


Meinung:

Enttäuschung, Trauer, Verlust, Wut - Wer würde nicht zugreifen, wenn es einen Weg geben würde, diesen überwältigenden Gefühlen zu entfliehen? Kellan hat 1.300 Jahre geschlafen und mit seinem Erwachen lodert auch der Hass auf die Menschheit wieder auf. In Anbetracht der Tatsache, was ihm und seinen bronzenen Drachen widerfahren ist, eine verständliche Reaktion, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Der von ihm geschürte Hass, frisst ihn innerlich auf. Er lässt die weit zurück liegende Vergangenheit nicht ruhen. Verblendet vom Hass ist er ein Drachenkönig unter vielen, doch vermag er es, das Geschehene hinter sich zu lassen und für das gegenwärtige zu öffnen, hebt er sich aus der Masse hervor und ist durch nichts und niemanden aufzuhalten.

>>Was möchtest du lieber, dir die Gemälde ansehen oder übereben?<< Nun ja, wenn er es so ausdrückte, wollte sie natürlich lieber überleben.

Denae Lacroix überzeugt in der Geschichte mit unglaublich viel Mut, Stärke und Selbstlosigkeit. Vom MI5 hintergangen, zerfließt sich nicht im Selbstmitleid, sondern stellt sich voller Tatendrang der neuen Herausforderung. 
Offenbarungen, die über den normalen Menschenverstand hinausgehen und andere in die Flucht geschlagen hätten, nimmt sie als neu gegebene Situation hin. Herausforderungen stellt sie sich erhobenen Hauptes entgegen und das, obwohl sie als sterbliche ohne besonderes Können ein nahezu perfektes Opfer und Druckmittel darstellt. 
Ihr Feinde unterschätzen sie, wegen ihrer nicht vorhandenen Fähigkeiten, doch in meinen Augen ist gerade das ihre Stärke. Sie überschätzt sich nicht, vertraut auf ihre Ausbildung und stellt ihr scheinbar unbedeutendes Menschendasein hinten an, um für die Geheimhaltung der Drachenkönige zu kämpfen. Diese nicht unwichtigen Eigenschaften haben sie für mich mächtiger wirken lassen, als so manche dunkle Fee oder Drachenkönig. 

>>Du sagst wohl immer das, was dir gerade in den Sinn kommt.<< >>Gewöhnlich nicht, aber ich habe gelernt, dass die einzige Chance, etwas über dich zu erfahren, darin besteht, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.<<


Denae scheint eine normal Sterbliche zu sein, doch hat sie mir immer wieder Rätsel aufgegeben. Gegen den Einfluss mancher übernatürlicher Kräfte scheint sie nahezu immun, doch wie ist das möglich? Steckt in ihr ein übernatürliches Wesen, ist es einfach ihr unbändiger Wille der sie Manipulation bewahrt oder doch etwas ganz anderes?

>>Zwischen Liebe und Hass verläuft ein sehr schmaler Grad.<<

Rhi habe ich im Verlaufe des Buchs sehr lieb gewonnen. Ohne die Einwirkung der hellen Fee, hätten viele Szenarien ein weitaus dramatischeres Ende genommen. Doch warum begibt sie sich immer wieder in Gefahr und riskiert von ihrer Königin für ihre Handlungen bestraft zu werden? 
Der Krieg hat damals viele die Saiten wechseln lassen, andere wiederum sind ihrer Überzeugung treu geblieben. 
Eine Frage die offen geblieben ist, lässt mich immer noch grübeln. Zu welchem der Drachenkönige hatte sie damals eine Beziehung? Die Spekulationen der anderen lässt eine Vermutung zu, die durch diverse Konfrontationen unterstützt wird, doch des Rätsels Lösung bleibt weiterhin ein Geheimnis.

Er glaubte nicht, dass er Frauen je verstehen würde. Sie hörte es doch offensichtlich gerne, also warum wehrte sie sich dagegen? 

Con ist der König der Könige unter den Drachen. Eine Menge Verantwortung lastet auf seinen Schultern um die restlichen Drachenkönige zu schützen. Jeder einzelne wird benötigt um einen eventuellen Krieg mit den dunklen Feen abwehren oder erfolgreich aus der Schlacht ziehen zu können. Während er mir zu Beginn der Geschichte sympathisch war, ist dieses Gefühl im weiteren Verlauf ein wenig verloren gegangen. Um die anderen Drachenkönige zu schützen, ist ihm jedes Mittel recht und trifft dabei Entscheidungen, die zwar das Überleben seiner Art sichern, doch sie immer weiter von einander entfremden. 

Schaffen es die Könige im Kampf zusammenzuhalten und sich gegen die nicht zu unterschätzende Macht der dunklen Feen zu behaupten?  


Charaktere:


Denae wurde vom MI5 auf eine Mission geschickt. Verraten und hintergangen wird sie in eine vollkommen Fremde Welt gerissen die mehr Gefahren birgt, als sie sich jemals hätte ausmalen können. In Dreagon gilt es nicht nur den Gefahren gegenüber zu treten, sondern auch den über Jahrhunderte geschürten Hass eines Drachenkönigs zu brechen, der sie mit nur einem Blick vollkommen in seinen Bann gezogen hat.

Kellan ist alles andere als begeistert, aus seinen 1.300 Jahre lang andauernden Schlaf gerissen zu werden und das auch noch von einem Menschen. Zu viele schlechte Erinnerungen haben seinen Hass der Menschheit gegenüber geschürt und nun soll er auch noch den Aufpasser für die Menschenfrau spielen. Eine Aufgabe die ihn zur Weißglut bringt und gleichzeitig seine Begierde erwachen lässt.



Schreibstil:


Die von Donna Grant geschaffene Welt hat mich vollkommen beeindruckt und in ihren Bann gezogen. Feen, Drachen und das MI5 bilden Gefahrenquellen und jede Menge Spannungspotential, die es mir unmöglich gemacht haben, das Buch aus der Hand zu legen.
Die wechselnden Handlungsorte sind ebenso gut ausgearbeitet wie in das Geschehen eingebunden.
Nicht nur die Gliederung der Parteien der übernatürlichen Wesen ist faszinierend, sondern auch die Gruppierung in diesen. In der übernatürlichen Welt gelten überall andere Regeln und genau daraus hat die Autorin spannende Konflikte entstehen lassen.

Ich hoffe auf weitere Bücher von Donna Grant. Ob "Dunkle Flammen" ein Einzelband bleibt oder ob es eine Fortsetzung gibt, ist mir bisher leider nicht bekannt. Ich würde mich jedoch sehr auf eine Fortsetzung freuen, da in meinen Augen noch ein paar Fragen offen geblieben sind, sowie jede Menge Inhalt, den man fortführen kann.




Bewertung:





Zur Autorin:

Donna Grant wurde in Texas geboren und ist dort auch aufgewachsen. Ihre Leidenschaft fürs Reisen führte sie jedoch auch nach Mexico, Jamaika und Schottland. Ihre zweite große Leidenschaft ist das Schreiben übernatürlicher Liebesgeschichten, mit denen sie regelmäßig eine Platzierung auf den amerikanischen Bestsellerlisten schafft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Texas.

- Heyne -


Weitere Bücher der Autorin:
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