Freitag, 25. September 2015

REZENSION "Im Feuerkreis der Liebe" von Ute Jäckle



An Ninas zwanzigstem Geburtstag jagt nicht nur eine Katastrophe die nächste, obendrein versetzt ein Amulett sie unvermutet ins tiefste Mittelalter. Auf Burg Adlerfels findet sie Zuflucht und begegnet dem charismatischen Ritter Markus von Buchenfels, der leider das Wort Emanzipation noch nie gehört hat. Auch Markus ist von der seltsamen jungen Frau fasziniert, obwohl ihn Ninas selbstbewusstes Auftreten zum Verzweifeln bringt. 
Nina arrangiert sich so gut es geht mit dem fremdartigen Leben, immer auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Zeit. Doch Verrat und Intrigen spinnen ein tödliches Netz um Nina, und sie muss ihr Schicksal ausgerechnet in Markus’ Hände legen. Die Geschehnisse heizen das Feuer ihrer Leidenschaft an, denn längst sind Gefühle im Spiel, wo eigentlich keine sein dürften. 


Seitenanzahl: 401
Preis: 0,99 EUR
amazon


Cover:

Vergangenheit und Gegenwart finden auf dem Cover eine eindrucksvolle Zusammenkunft. Der Ritter in seiner Rüstung und gezücktem Schwert, sowie die junge Frau in einer modernen Bluse und keckem Blick. Der Feuerkreis, ist eine Symbolik, die sich in Buch durch Ninas Medaillon widerspiegelt und die Burg im Hintergrund repräsentiert den hauptsächlichen Handlungsort der Geschichte. Ein durchweg gelungenes Gesamtbild.


Meinung:

Ninas Geburtstag hält so einige Überraschungen bereit, auf die sie gut und gerne verzichten könnte. Lediglich ihr Fechtlehrer macht ihr ein Geschenk, dass ihr die Sprache verschlägt ungeahnt dessen, was das Medaillon noch für sie bereit hält.

>>Es schickt sich nicht für eine Junger, in den Bäumen herumzuklettern<<, [...] >>Ach ja!<<, rief sie übermütig. >>Und warum nicht?<< [...] >>Weil es den Untenstehenden ungeahnte Ausblicke gewährt.<<

In der Zeit zurück gesprungen, findet sich Nina nach ihrer Flucht im Mittelalter wieder. Eine Zeit, in der Frauen wenig Höflichkeit entgegengebracht und sie von Männern hauptsächlich als schöne Art ihr Bett zu wärmen angesehen wurden. Eine durchweg gefährliche Zeit für Nina, die durch die Fortschritte der Zukunft über einige Dinge besser bescheid weiß, helfen kann und sich für andere einsetzt. Sie kennt die Unterordnung durch Männer nicht, da sie aus einer Zeit kommt in der jeder gleichberechtigt behandelt wird. Ebenso die Strafen für Vergehen mit ansehen zu müssen, für die in ihrer Zeit keiner einen Finger krumm machen würde, zerren an ihrem sanftem Gemüt. Ihr Verhalten ist für viele unverständlich und so kommt es schnell zu Ereignissen, die die Menschen als Hexerei auslegen. Obwohl Nina im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer spielt, fand ich es beeindruckend von der jungen Frau, dass sie sich selbst und ihren Überzeugungen immer treu geblieben ist.

Markus Empfindungen für Nina, waren sehr gut nachvollziehbar, denn während es den anderen Frauen offensichtlich immer nur darum ging, einen der hohen Herren in ihr Bett zu locken um ihnen ein Kind unterjubeln und selbst in der Gesellschaft aufsteigen zu können, überzeugt Nina mit ihrer kecken Art, beeindruckt durch ihre Entschlossenheit und ihren selbstlosen Einsatz für andere. Sie erlaubt sich mit den hohen Herren zu reden wie kein anderer und bringt besonders Markus damit ein um das andere Mal in Verlegenheit. Dennoch lässt die Frau aus der Zukunft bei ihm unbekannte Regungen entbrennen.


>>Ihr könnt mir vielleicht vorschreiben, wen ich zum Altar führe! Aber nicht, wem ich mein Herz schenke!<< 

Gut und Böse, solche Charaktere gibt es hier zu Hauf. Wäre ich ein Teil dieser Welt könnte ich insbesondere auf die hinterhältige Luitgard verzichten, doch für mich als Leser und Teil dieser Geschichte, war sie ebenso wie alle anderen ein nicht wegzudenkender Part. 


>>Ich habe Schlachten geschlagen<<,fing er leise an. >>Gekämpft. Wurde nie besiegt. Jetzt kommst du daher und ich kann mich nicht wehren. Triffst mich mitten ins Herz und zwingst mich in die Knie.<< 

Liebe findet immer einen Weg, was sich heute noch als schwierig gestaltet, war damals schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Man hat nicht aus Liebe geheiratet, sondern geguckt, welche Zusammenkunft die größte Macht mit sich bringt. Ehebruch wurde hart bestraft, dennoch kam er häufiger vor, als man denkt. Was bringt einen alles Macht der Welt, wenn einem die Liebe verwehrt bleibt? Markus und Nina werden nicht nur Steine in den Weg gelegt, sondern gleich Berge. Schaffen es die zwei dennoch einen Weg zueinander zu finden oder droht Ninas Reise zurück in ihre Zeit?


Charaktere:

Nina wird von ihrer Familie enttäuscht, doch was es wirklich bedeutet niedergeschlagen zu sein, erfährt sie erst, als sie in eine vollkommene andere Welt katapultiert wird. Die begabte Fechterin hält an ihren Wesenszügen fest, begeistert damit viele und schürt bei anderen wiederum ihren Hass auf sie. Wird Markus immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein?



Markus, wie ich ihn mir vorstelle <3
Quelle
Markus ist ein Ritter mit dem Herz am richtigen Fleck. Er kämpft für das Gute und seine Überzeugung. Beschützt andere mit seinem Leben und würde niemals zögern einzuschreiten, wenn jemandem Unrecht geschieht. Mit Nina steht er einer Herausforderung gegenüber die ihn zur Weißglut treibt und sein Herz gleichzeitig höher schlagen lässt. In seiner Rolle als Ritter blüht er auf, doch Nina ist nicht für ihn vorgesehen und so muss er sich entscheiden, was ihm letztendlich wichtiger ist. Macht oder die Liebe?


Schreibstil:

Ute Jäckle hat mir eine Zeit schmackhaft gemacht, in der ich schon damals im Geschichtsunterricht froh war, nicht im Mittelalter geboren worden zu sein. Charaktere wie Markus und sein Oheim überzeugen, trotz ihrer ab und zu sprunghaften und unterkühlten Verhaltensweisen, mit so viel Herz, Hingabe und Tugenden, die es heut zu Tage nur selten zu finden gibt, dass ich selbst in solch einer Zeit mit solch schwierigen Lebensumständen gerne leben würde, wenn ich einen eben solchen Mann an meiner Seite hätte.
Ebenso die damalige Sprache hat die Autorin gekonnt zum Ausdruck gebracht und das auf eine Art und Weise, die es einem trotzdem ermöglicht leicht durch das Buch zu gleiten und in das Geschehen einzutauchen.
Schon in der Schule, haben es die meisten Lehrer leider nicht geschafft, in mir die Neugier zu wecken oder das vergangene spannend zu gestalten. Die Autorin hat sich mit der Zeit des Mittelalters beschäftigt und Dinge einfließen lassen, die zugleich spannend waren und mich zum nachforschen gebracht haben. Toll, dass ein Buch etwas schafft, was manchen Lehrkörper nicht geschafft haben und das mit Leichtigkeit.

Eine wirklich einmalige Reise, die ich nur so verschlungen habe <3 Ich hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin und vielleicht auch auf ein Wiedersehen mit Markus und Nina ;)


Tjosten

Die Tjost war ein Einzelkampf zwischen zwei Rittern, der sich aus dem Buhurt entwickelte, ihn um die Mitte des 13. Jahrhunderts immer mehr verdrängte und später oft vor dem eigentlichen Turnier stattfand. Gekämpft wurde zu Pferd und in voller Rüstung. Ziel war es, den entgegengaloppierenden Gegner mit der Lanze innerhalb der den Turnierplatz umfassenden Schranken entweder am Schild oder Hals zu treffen, um ihn aus dem Sattel zu werfen. Mitte des 13. Jahrhunderts gewann allerdings das auf Leben und Tod geführte Duell zunehmend Verbreitung.    ~ Quelle: Ritterturniere im Mittelalter





Bewertung:





Zur Autorin:

Ute Jäckle wurde in Stuttgart geboren. Sie studierte BWL in Nürnberg und verbrachte einige Jahre in den USA. Nach dem Studium arbeitete sie für die Industrie. Schon immer war ihre ganz große Leidenschaft das Lesen, aber mit dem Schreiben begann sie erst vor ein paar Jahren. Seitdem kann sie aber nicht mehr davon lassen und widmet sich voll Hingabe dem Verfassen von Liebesromanen.



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Weitere Bücher der Autorin:
















*Rezension* - "Verloren in der grünen Hölle"
*Rezension* - "Verlorene Sehnsucht"


Danke!

Ute Jäckle

Montag, 21. September 2015

REZENSION "Trouble - Süchtig nach dir" von Chelsea Fine


Kayla hält sich fern von Bad Boys. Und als Daren Ackwood ganz unerwartet bei der Beerdigung ihres Vaters auftaucht, weiß sie, dass sie ihm dringend aus dem Weg gehen sollte. Aber das ist gar nicht so einfach in einer Kleinstadt. Und dann erfährt Kayla vom letzten Wunsch ihres Vaters – und muss plötzlich jede Minute mit Daren verbringen … Daren mochte seinen Dad nie und hat auch keine Ahnung, warum er ihn in seinem Testament erwähnt. Doch dann begegnet er Kayla – und ist plötzlich zu allem bereit. Auch wenn es bedeutet, sich auf einen Wettlauf gegen die Zeit einzulassen – und gegen Kayla.

Seitenanzahl: 381
Preis: 8,99 EUR
ISBN: 978-3-7341-0014-7
Verlag: Blanvalet



Cover:

Die Körperhaltung der Charaktere überzeugt von Zuneigung. Ebenso die stützende Hand des Mannes im Rücken der Frau veranschaulicht, dass sie einander Halt geben. Auch wenn die Gesichter leider nicht abgebildet sind, so lässt sich an der Körpersprache einiges deuten. 


Meinung:

Dieses Buch zeigt, was Oberflächlichkeit bei Menschen anrichten und eben dies eine Fassade sein kann, um seine eigene Verletzlichkeit zu verbergen. Kyla sieht in Daren den Mann, der mit dem sprichwörtlichen goldenem Löffel im Mund groß geworden ist und von seinen Eltern alle materiellen Wünsche erfüllt bekommen hat. 
Auch Darens Meinung über Kayla ist alles andere als positiv, glaubt er, dass sie ihren Vater James, der zugleich sein bester Freund war, nur ausgenutzt und all das Geld angenommen hat, sich aber zu fein war, ihren kranken Vater zu besuchen. 
Hinter beiden Fassaden steckt viel mehr, als beide im ersten Moment erfassen können, gut nur, dass Kaylas Vater eine Schnitzeljagd für die Beiden geplant hat, auf der sie sich unweigerlich näher kommen.


Oh ja, er bedeutet Ärger! Die Art von Ärger, die ich mir überhaupt nicht leisten kann.

Eddie, der Notar, der den Nachlass von James verwaltet, ist auf seine schusselige Art vollkommen liebenswert. Der ältere Mann bringt einiges durcheinander, vergisst wichtige Details und sein Odrnungssystem sollte er womöglich nocheinmal überdenken, nichts desto trotz ist diese treue Seele ein toller Mensch der der Geschichte eine besondere Note verleiht.

Ich stoße ungläubig die Luft aus. Mein Vater hat die Gelegenheit, ein paar letzte Worte an mich zu richten und er entscheidet sich für: >Trage Handschellen< und >Viel Glück bei der Suche<? Wenn er nicht bereits tot wäre, würde ich ihn persönlich umbringen.

Kayla ist von ihrem Vater enttäuscht und zutiefst verletzt. Der letzte Kontakt war im Sommer vor fünf Jahren und seit dem hat er nichts mehr von sich hören lassen. Mit ihrer Mutter hat sie ein neues Leben begonnen und so war sie die einzige die ihr Halt gegeben hat. Zu erfahren, dass James gesamte Aufmerksamkeit all die Jahre bei Daren gelegen hat, trägt verständlicher Weise nicht gerade dazu bei, dass sich die beiden vor Freude in die Arme fallen, als die Bedingung klar wird, die an ihr Erbe geknüpft ist. Auch Darens Haltung Kayla gegenüber ist verständlich, denn er kennt Alter Mann Turner - wie er ihn seit damals nennt - weiß um seine Art diejenigen die er liebt zu umsorgen und zu schützen. Das Vertrauen was er in den Mann legt, zu dem er eine väterliche Bindung aufgebaut hat, lässt das Bild nicht zu, welches Kayla von ihm äußert, weshalb er sich in seiner Meinung über sie auch noch bestätigt sieht.

>>Verräterin.<< Amber zuckt mit den Schultern. >>Du bist eingebildet.<< >>Ja<<, bestätige ich. >>Aber das darfst du doch niemandem erzählen.<<

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dieser Erkenntnis stehen Kayla und Daren auf ihrer Reise immer wieder gegenüber. Dennoch ist die Schnitzeljagd viel mehr als nur ein Spiel um Geld. Sie enthält wertvolle Lektionen.
Das einzige Spiel, das wirklich zählt, ist das Spiel des Lebens. Ein paar verlorene Spielzüge bedeuten noch kein verlorenes Spiel. Die Welt ist größer, als Kyla und Daren denken. Das Leben bietet mehr als das, was sie sehen und was sie meinen zu kennen. Und bei einem bin ich mir sicher, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man denkt, man könnte das Leben in seiner Gänze erfassen, dann sind wir ziemlich sicher an seinem Ende angelangt.

Warum zum Teufel berührt mich dieses Mädchen so? Im einen Moment bin ich sauer auf sie, weil sie ihren Vater hasst, und im nächsten möchte ich sie trösten und sie mit Keksen füttern und alles. In ihrer Gegenwart werde ich eindeutig zum Spinner. 

Nichts ist so wie es zu Anfang scheint, sei es auf die Aufgaben bezogen, denen sie auf ihrer Abenteuerreise gegenüberstehen, noch um das wissen der Menschen die ihnen nahe stehen und standen. Kaylas Mutter hatte ihre Probleme und war nicht perfekt, dass an sich ist zwar schlimm, dennoch noch ein Tief aus das man mit Hilfe flüchten kann und ihrer Mutter immer wieder gezeigt hat, dass sie ihr beisteht. Wie sehr ihre Krankheit sie jedoch von ihrer Tochter entfremdet hat, wird es im Laufe der Zeit klar. 
 
>>Dieser Typ, vor dem du dich versteckst<<, will sie wissen, >>macht der die Dinge auch interessant?<< [...] >>Ja<<, antworte ich. >>Er ist das Interessanteste, was mir je begegnet ist.<< Sie lächelt. >>Wovor versteckst du dich dann?<<

Auch wenn Alter Mann Turner die wichtigste Entwicklungsphase seiner Tochter verpasst hat, so kennt er sie doch besser, als sie sich selbst. Ebenso in seinem Ziehsohn hat er tiefer geblickt als es Daren selbst vermag. Hier geht es nicht nur darum, einander zu vertrauen, sondern auch die Augen für Dinge zu öffnen, die uns etwas sehen lassen, was tiefer gehend betrachtet vollkommen anders ist.



Charaktere:

Kayla zieht mit ihrem äußeren Erscheinungsbild die Blicke der Männer auf sich und wird darauf reduziert. Niemand sieht sie wirklich und schaut auf ihr innerstes. Diese Oberflächlichkeit der anderen hat dazu geführt, dass sie schon lange keinen Mann mehr begehrt hat. Mit Daren jedoch, verbringt sie die nervenaufreibendste und interessanteste Zeit ihres Lebens. 

Daren hat von seinen Eltern alle materiellen Besitztümer bekommen die er sich gewünscht hat, dass wichtigste jedoch haben sie ihm immer vorenthalten - Liebe. Mit Marcella hat er einen Menschen verloren, der ihm früher Halt gegeben hat, Alter Mann Turner ist einer Krankheit erlegen und nun wird ihm auch noch sein heiß geliebtes Auto 'Monique' weggenommen. Das Verantwortungsbewusstsein seiner Eltern ist nicht vorhanden und dennoch ist er ein wundervoller Mensch geworden, der die Folgen aus dem Verhalten seines Vaters trägt. Schafft es Kayla hinter seine Fassade zu blicken?


Schreibstil:

Chelsea Fine hat nicht nur wieder eine tolle Welt um ihre Charaktere geschaffen, sondern auch mir als Leser eine spannende Schnitzeljagd beschert aus der ich viel mitgenommen habe. "Ein falscher Spielzug, bedeutet noch lange kein verlorenes Spiel." Wie oft machen wir im Leben Fehler? Viele, das ist gewiss, manche schwerwiegender als andere, dennoch geht man im Nachhinein gestärkt aus Ihnen hervor und egal wie aussichtslos etwas auch erscheinen mag, gibt es immer ein Licht am Ende des Tunnels. Ebenso wichtig und eindrucksvoll aus der Geschichte hervorgegangen, was wir wissen und vielleicht dennoch aus den Augen verlieren ist, dass man Menschen nicht vorschnell be- bzw. verurteilen sollte. Geben wir uns die Mühe jemanden kennen zu lernen und nicht die Augen zu verschließen, so erhalten wir Einblick auf Dinge, die Menschen verborgen bleiben, die sich nicht öffnen.




Bewertung:





Zur Autorin:

Chelsea Fine lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Phoenix, USA. Sie verbringt möglichst viel Zeit damit zu schreiben und zu malen, um möglichst wenig ungeliebte Hausarbeit erledigen zu müssen. Dafür liebt sie Superhelden, Kaffee und verrückte Socken.




blanvalet -


Weitere Bücher der Reihe:
*Rezension*














Danke!










Original Titel:
Perfect Kind of Trouble

Genre:
new adult contemporary

Original Cover:


Sonntag, 20. September 2015

BLOGTOUR "Im Feuerkreis der Liebe" von Ute Jäckle - 1.Tag



Guten Morgen ihr Lieben =)
Ich hoffe ihr habt eine warme Tasse Kaffee zur Hand und startet gut in den Sonntag. Neben Kaffee gibt es noch eine weitere wichtige Sache, die bei mir an keinem Tag fehlen darf und das sind Bücher =D
Heute am 1. Tag der Blogtour möchte ich euch ein Buch von Ute Jäckle vorstellen, dass mich gefesselt hat und ich euch deshalb auch ans Herz legen möchte.

Von der Gegenwart ins Mittelalter versetzt, wird Nina vor große Hürden gestellt.
Die Autorin hat diese Zeit in jeder Einzelheit gekonnt hervorgehoben, bis hin zu Sprache die dem Buch eine besondere Atmosphäre verleiht und sich dennoch leicht und flüssig lesen lässt.
Romantik ist hier auch ein Faktor und zwar so schön eingearbeitet, dass man die leichte aber stete Entwicklung zwischen den Protagonisten wahrnimmt und mit selber von einem prickeln erfasst wird.

Anbei haben wir euch noch drei Szenen rausgepickt, die euch hoffentlich neugierig machen ;) 
Besonders der letzte Leseprobenabschnitt, hat mich zum schmunzeln gebracht und eins verrate ich euch noch, solche tollen Szenen gibt es immer wieder im Buch ;)

Acht Stationen haben wir insgesamt für euch vorbereitet und natürlich habt ihr auch die Möglichkeit auf tolle Gewinne. Ich wünsche euch ganz viel Spaß =)
Morgen geht es weiter bei Anja.







An Ninas zwanzigstem Geburtstag jagt nicht nur eine Katastrophe die nächste, obendrein versetzt ein Amulett sie unvermutet ins tiefste Mittelalter. Auf Burg Adlerfels findet sie Zuflucht und begegnet dem charismatischen Ritter Markus von Buchenfels, der leider das Wort Emanzipation noch nie gehört hat. Auch Markus ist von der seltsamen jungen Frau fasziniert, obwohl ihn Ninas selbstbewusstes Auftreten zum Verzweifeln bringt. 
Nina arrangiert sich so gut es geht mit dem fremdartigen Leben, immer auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Zeit. Doch Verrat und Intrigen spinnen ein tödliches Netz um Nina, und sie muss ihr Schicksal ausgerechnet in Markus’ Hände legen. Die Geschehnisse heizen das Feuer ihrer Leidenschaft an, denn längst sind Gefühle im Spiel, wo eigentlich keine sein dürften.




Seitenanzahl: 401
Preis: 0,99 EUR
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[…]Passend zu ihrer Stimmung ballten sich immer mehr bleigraue Wolken am Himmel zusammen. Als sie sich bückte, um das Schloss am Vorderrad zu lösen, hörte Nina ein Hüsteln und drehte sich um. Ulf stand hinter ihr, sein braunes Haar zerzaust, als hätte er sich die Haare gerauft. Zögerlich richtete sie sich auf.
»Können wir kurz reden?«, fragte er, der sanfte Klang seiner Stimme ließ sie aufhorchen. Schließlich nickte Nina, und er atmete hörbar aus. Ulf war ein gutmütiger Kerl, der alles für einen tat, wenn man ihn nur richtig anpackte. Nur eines vertrug er nicht, das wusste sie: halbe Sachen.
»Was willst du?«, fragte sie dennoch kühl.
[…] »Alles Gute zum Geburtstag«, hörte sie ihn leise sagen und blickte wieder hoch. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihrem Brustkorb aus, als hätte jemand ein Licht in ihrem Inneren entfacht.
»Du hast es nicht vergessen.«
[…] Ulf kramte in seiner Hosentasche und fischte einen glänzenden Gegenstand an einem schwarzen Lederband heraus. An einer Hand schaukelte er das Schmuckstück vor ihrer Nase durch die Luft, sie betrachtete es genauer. Es war ein silbernes Medaillon mit meisterhafter Gravur, dessen fein eingearbeitete Flammen so echt wirkten, dass sie das Feuer beinahe züngeln sehen konnte.
[…] »Anscheinend ist dieses Medaillon an die tausend Jahre alt und stammt aus dem Kloster Paulinzelle. Der Name ist zumindest hinten eingraviert und eine Jahreszahl. 1163.« Nina glaubte, ihn lächeln zu hören. »Vielleicht ist es aber auch nur die chinesische Produktionsnummer. … Die Verkäuferin meinte auf jeden Fall, früher wurden solche Schmuckstücke für magische Rituale verwendet.« […]




[…] Ohne ein weiteres Wort von sich zu geben, stürmte Nina an den beiden vorbei den Hang entlang, weil sie die Tränen nicht mehr länger zurückhalten konnte. Ziellos stolperte sie an Brombeergebüschen und Schlehenbäumen vorbei und zwängte sich schließlich durch dichte Haselnusssträucher hindurch, bis überraschend ein verwilderter Höhleneingang vor ihr auftauchte. […]  Auf keinen Fall wollte sie hier und in diesem Zustand von ihm entdeckt werden, kurzerhand quetschte sie sich durch die Öffnung in den steinernen Hohlraum. Entgegen ihrer Erwartung war es drinnen nicht dunkel. Durch einen Spalt an der Decke drang ein vereinzelter Sonnenstrahl wie ein Speer zu ihr nach unten. Etwas Eiskaltes traf ihre Nase. Sickerwasser tropfte von der Decke. Hastig trat sie einen Schritt beiseite und entdeckte einen riesigen Stalagmiten auf dem Boden, umringt von ein paar kleineren, wie ein Tisch mit Stühlen. Nina trat näher. Was war denn das? Es sah aus, als würden winzige Flammen von der Spitze des Steins züngeln. Das kann doch nicht sein. Ein heftiges Pochen machte sich an ihrer Brust bemerkbar. War das ihr Herzschlag? Nein, das Medaillon. Ihr stockte der Atem. Unwillkürlich tastete sie danach und hielt es nach vorne. Im silbernen Kreis tanzte ein winziges Feuer. Ihr Blick wechselte zwischen Stein und Anhänger. Seltsam, wie sehr sich die Flammen ähnelten. Sie ließ das Schmuckstück so hastig los, als habe sie sich daran verbrannt.
Ein Kribbeln breitete sich in ihren Beinen aus und arbeitete sich durch den ganzen Körper wie eine wuselige Ameisenarmee. Was geschah hier? Die Oberfläche des Steins schien zu pulsieren, als schlage ein lebendiges Herz in seiner Mitte. […] Blutrote Blasen brodelten darin, die glühende Fontänen hoch in die Luft stießen wie bei einem Vulkanausbruch.
Er sieht aus wie ein Feuer speiender Burgbrunnen. Wann wurde der noch mal errichtet? 1183? Sie schüttelte den Kopf über ihre wirren Gedanken. Ihre Beine schienen mit dem Untergrund zu verschmelzen und ließen sich nicht mehr bewegen, obwohl sie weglaufen wollte. Ich muss hier sofort raus! Sie atmete hektisch. Das Pochen auf ihrer Brust nahm zu, dröhnte bis in ihre Ohren. Erschrocken legte Nina eine Hand an das Medaillon. Wie unter Zwang hob sie das Schmuckstück vor ihre Augen. Flammen schossen hervor und wirbelten sich zu einer Feuerspirale zusammen. Als sie ihren Blick dem Stein wieder zuwandte, bot sich ihr dasselbe Bild eines kreisenden Flammenlichts.
Heftiger Schwindel überkam sie. Obwohl Nina verzweifelt dagegen ankämpfte, begann sich alles zu drehen, die Konturen zerflossen zu bunten Streifen und rotierten immer schneller.
Als sie die Augen wieder aufschlug, lag sie fröstelnd auf dem eisigen Boden der Tropfsteinhöhle. […]





[...] Kurzerhand schwang sie sich auf den untersten Ast und kletterte bis in die Mitte des Obstbaums, was mit ihrem knöchellangen Kleid gar nicht so einfach war. Immer wieder blieb sie an Zweigen hängen und verfluchte die umständliche Mode dieser Zeit. Eine milde Brise wehte durchs Geäst und blähte ihr den Rock auf. Bald schon schimmerten ihre Fingerkuppen violett.
»Es schickt sich nicht für eine Jungfer, in den Bäumen herumzuklettern«, vernahm sie plötzlich eine vertraute Stimme und spähte durch die Zweige. Markus stand grinsend unter dem Baum und musterte sie mit schräg gelegtem Kopf.
»Ach ja!«, rief sie übermütig. »Und warum nicht?«
Er lachte ein kleines hinterlistiges Lachen.
»Weil es dem Untenstehenden ungeahnte Ausblicke gewährt«, erklärte er schließlich mit unterdrücktem Spott in der Stimme.
»Pfui, schäm dich!« Nina spitzte die Lippen. Sie blies einen Kirschkern kraftvoll nach unten und traf Markus an der Stirn.
»Warte du!« Mit einer Hand rieb er sich über die getroffene Stelle, ehe er sich am selben Ast in die Höhe zog, den auch Nina benutzt hatte. Geschickt kletterte er nach oben, kurz darauf tauchte sein Gesicht zwischen den grünen Blättern vor ihrem auf. »Du bespuckst mich mit Kirschkernen?«, fragte er streng, gleichzeitig hoben sich seine Mundwinkel.
»Du schaust mir unter den Rock?«, gab sie scheinbar empört zurück und riskierte einen verführerischen Augenaufschlag.
»Ein anderer hätte das gewiss getan, ich mache so etwas selbstverständlich nicht.«
»Lügner.« Nina kicherte, angelte sich ein paar Kirschen von einem Ast und schob sie in den Mund. […] Aber sag, warum bist du aus der Kirche geschlichen?«
Nina hielt mitten im Pflücken inne. »Habt ihr es alle bemerkt?«
»Keiner hat es bemerkt. Nur ich.« Er grinste. »Ich habe ein wachsames Auge auf dich.«
»Das behagt mir ehrlich gesagt überhaupt nicht.« [...]




Jeder der möchte kann am Gewinnspiel teilnehmen. Hinterlasst dazu einfach einen Kommentar unter dem Post und schon seit ihr im Lostopf. Für jeden weiteren Beitrag, den ihr im Laufe der Tour kommentiert, erhöht ihr eure Gewinnchance.  Am Ende der Tour werden die Gewinner auf allen teilnehmenden Blogs bekannt gegeben.


Teilnahmebedingungen

  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden(Gewinnerpost) und das ihre Adresse der Autorin zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland – Österreich – Schweiz


Blogtour-Fahrplan

Sonntag, 20.09.2015
Buchvorstellung


Montag, 21.09.2015
Vorstellung der Protagonisten
bei Anja von Merlins Bücherkiste

Dienstag, 22.09.2015
Autoreninterview
bei Susanne von Magische Momente

Mittwoch, 23.09.2015
Protagonisteninterview 
bei Isabel von Rezensionen Isabel0607


Donnerstag, 24.09.2015
Schauplätze
bei Sabrina von Samy's Lesestübchen

Freitag, 25.09.2015

Schauplätze


Samstag, 26.09.2015
Frauen im Mittelalter und Heute


Sonntag, 27.09.2015
Zitate
bei Jacqueline von Line's Bücherwelt


Montag, 28.09.2015
Videolesung


Dienstag, 29.09.2015
Gewinnerbekanntgabe