Donnerstag, 12. März 2015

REZENSION "Eden - Das verbotene Haus" von Laura Winter

Liz ist jung, schön und sexuell frustriert. Da kommt ihr das Angebot des reichen Alexanders gerade recht: Er bietet ihr an, eine leidenschaftliche Nacht mit ihm zu verbringen. Im Gegenzug darf sie die lang ersehnten Fotos seiner Villa machen und für ihren Bericht im London Blizzard, dem örtlichen Klatschmagazin, verwenden. Doch kaum hat Liz an der verbotenen Frucht des geheimen und exklusiven Erotiketablissements genascht, ist sie dem Charme der fünf attraktiven Hauseigentümer erlegen. Dabei gerät sie in eine Welt voller Lust und Leidenschaft, dessen Gefahren sie noch nicht erkennen kann ... Einflussreiche Männer werden tot aufgefunden und die Polizei vermutet einen Serienmörder oder gar die Mafia dahinter. Liz hat keine Ahnung, dass sie dem Mörder näher ist, als sie glaubt ...


Seitenanzahl: 195
Preis: 2,99 EUR 
ISBN: 978-1502749703  [TB; 8,99 EUR]


Cover:

Die Haltung der Frau lässt sehr viel Interpretationsspielraum. Auf mich wirkt sie schüchtern, unterwürfig - devot. Eine schöne schlanke Frau, beneidenswerte High Heels, ein schöner Farbakzent durch das pink von "Eden", mit anderen Worten ein rundum gelungenes Cover.


Meinung:

Zugegeben, als Klatschreporter genießt man keinen sonderlich guten Ruf. Mittlerweile lege ich schon gar keinen Wert mehr darauf, welche "großen Geheimnisse" gelüftet wurden, da einfach viel zu viel aufgebauscht und Gerüchte gestreut werden. Schon oft habe ich mich gefragt, wie sich diese Journalisten außerhalb ihres Berufes verhalten. Demnach kann ich es gut nachempfinden, dass Alexander wenig begeistert von Liz Neugier ist und wenn man etwas geheim halten möchte, ist die Aufmerksamkeit eines Journalisten wohl das letzte, was man sich wünscht. 
>>Ich hätte nicht gedacht, dass du eine Persönlichkeit besitzt. Beeindruckend.<<
Das Haus Eden ist mysteriös, vieles scheint so offensichtlich und dennoch spürt man, dass viel mehr dahinter steckt. Alexander stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Nach der ersten Begegnung scheint zwar das Eis zu brechen, aber ganz geheuer war mir die Sache nicht, da mir der Sinneswandel von Alexander zu schnell ging. Liam und William sind pfiffige Männer, die viele Situationen mit ihrem Charme auflockern, doch auch bei ihnen behalte ich ein Stück Skepsis. Logan ist von allen der nach außen hin am kühlste, doch gerade ihm würde ich noch am meisten über den Weg trauen. Er scheint er selbst zu sein und keine Rolle zu spielen, die nach außen hin ein fröhliches Trugbild vortäuscht.

>>Folge deinem Herzen...<< >>Simba?<< >>Mist!<< >>Hast du schon wieder einen Filmwochenende hinter dich gebracht?<< >>Schuldig!<< Jenny kichert und ich seufze abermals. Wo wäre ich nur ohne sie...
An sich selbst zu glauben ist wichtig, doch Liz hat sich in meinen Augen oftmals überschätzt. Durch das Haus Eden und seine männlichen Bewohner hatte ich das Gefühl, dass Liz ein Stück zu sich selbst gefunden hat. Als Frau hat man es heut zu Tage immer noch nicht leicht in eine Führungsposition zu kommen oder das diese anerkannt wird. Liz Chef nutzt ihr Engagement aus und hält sie hin. Wo in meinen Augen klar war, dass ihr Chef ihr niemals freiwillig die Stelle zur "Ermittlung" der Todesopfer gibt, hat Liz nach jedem Strohalm gegriffen und geglaubt nun endlich den großen Cup zu landen und aufzusteigen.

Alexander ist eigentlich genau mein Typ. Groß. Sexy. Ein arrogantes Arschloch. [...] Warum stehen Frauen eigentlich auf Bad Boys? Was ist mit den lieben, sensiblen und schüchternen Männern auf dieser Welt? Eigentlich wollen wir die doch heiraten, oder? Hm, Nein, eigentlich wollen wir die bösen Jungs zu den guten umerziehen, finden sie dann aber langweilig und betrügen den lieben Kerl mit einem anderen Arschloch.

Das unbehagliche Gefühl um Alexander ist im Verlaufe des Buches gestiegen. Dinge die sie irgendwann im Laufe des Tages gesagt hat, wiederholt er wortwörtlich und das ohne in der Nähe gewesen zu sein. Die Eigenschaften von Journalisten lässt es nicht anders erwarten, dass das auch Liz skeptisch macht und Nachforschungen anstellt.

Liam ist wirklich heiß. [...] Ich beiße mir auf die Unterlippe und versuche dabei nicht hungrig auszusehen. Rotkäppchen möchte heute verschont bleiben, du böser, böser Wolf du!

Den Klappentext gelesen, hab ich schon gewisse Erwartungen an ein Buch. Durch die Serienmorde kommen die Geschehnisse mit dem Haus Eden, den Männern und Liz erst ins Laufen, doch liegt der Fokus in diesem Teil ansonsten weit davon entfernt. Ich bin gespannt, ob wir im zweiten Band dem Rätsel um die Morde ein Stück näher kommen. 



Charaktere:

Liz arbeitet im London Blizzard als Klatschreporterin. Ihr Traum jedoch ist es, ebenfalls wie ihr Kollege Jason über die Serienmorde zu recherchieren und zu berichten. Doch ahnt sie nicht, dass sie im Haus Eden der Sache schon ganz nah ist und sich damit in große Gefahr begibt.

Alexander weiß genau was er will und wie er es bekommt. Gekonnt schafft er es zahlreiche Facetten zum Vorschein zu bringen und dabei genau die Knöpfe bei Liz zu drücken, die sie zu seiner Marionette machen.

David hat eine kleine aber unheimlich wichtige Rolle in diesem Buch. Der Halbbruder von Alexander scheint den Zeitvertreib seines Bruder alles andere als gut zu finden und ist der einzige, der trotz seiner Angst bereit ist andere zu warnen.


Schreibstil:

Durch den Klappentext bin ich davon ausgegangen, dass wir schon in diesem Band dem Rätsel um die Morde näher kommen. Doch besonders gut hat es mir gefallen, dass die Autorin Laura Winter dadurch zwar alle Steine ins Rollen bringt, hier aber den Fokus auf ein anderes Thema legt. 
Liz mag überheblich sein, aber sie ist nicht auf den Kopf gefallen, genau so wenig, wie ihre "Gegner".
Eine spannende Geschichte voll sinnlicher Erotik. Laura Winter weiß wirklich, wann und wie man etwas zum schmunzeln einbindet. Meine Lieblingsstelle war, als Liz ihre "Safeword" benutzt hat und selbst das Wort an sich ist wirklich zum schmunzeln ;)

Jetzt auf zu Teil 2 "Eden - Das verbotene Leben" 


Bewertung:





Zur Autorin:

In den letzten zwei Jahren verwirklichte ich ganz ohne Verlag meine Ziele und Träume, in diversen Genre meine Geschichten veröffentlichen. Ich schreibe unter vier Namen, sodass ich Kinderbücher (Laura Frühling), Liebesromane (Laura Sommer), Fantasy (Laura Herbst) und Erotik (Laura Winter) voneinander trennen kann. 
Heute lebe ich mit meinen zwei Steinalten Hasen im kühlen norden Deutschlands. Schreibe ich nicht, spreche ich meine eigenen Hörbücher ein, plane und entwickle Spiele und beschäftige mich mit Gartenarbeit.
Ich freue mich, dass ich in den vergangenen zwei Jahren 150.000 Leserinnen begeistern durfte,
vielen Dank! 


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