Sonntag, 14. Juni 2015

REZENSION "Rogue Agent" von Misha Blair

2190, Jahr 151 nach dem dritten Weltkrieg Nachdem Gina Thompson nur knapp einer Vergewaltigung entgangen ist, befindet sie sich auf der Flucht. Sie ist der Überzeugung, dass ihr aufgrund ihrer Herkunft die Behörden keine Hilfe sein werden und sucht Zuflucht bei den Rebellen. Die Spezialeinheit von Tristan Agnarson, Captain einer GES-Einheit, wird auf ihren Fall angesetzt. Schnell bemerkt Tristan, dass irgendetwas faul ist an der Sache. Als sich Gina und Tristan persönlich kennenlernen, ist es um ihn geschehen. Die spontane Anziehung zwischen ihnen spornt ihn an, Ginas Unschuld zu beweisen, und ihr Herz für sich zu gewinnen. Und während er selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen rückt und Gina mehr und mehr über ihre Vergangenheit lernt, braut sich höchste Gefahr über ihnen zusammen, die nicht nur ihre Liebe sondern auch ihr Leben bedroht.


Seitenanzahl: 336
Preis: 6,99 EUR
Verlag: Sieben Verlag


Cover:

Das Farbenspiel gefällt mir sehr gut. Einerseits wirkt es düster, mit den beängstigendem Gebäude im Hintergrund, andererseits dominiert das harmonische Paar im Vordergrund die sich nicht von der vermeintlichen Gefahr aus der Ruhe bringen lassen.


Meinung:

Jedes Buch weckt die Spannung in mir, eine neue Welt zu entdecken. Immer wieder überlege ich, wie die Welt wohl in ein paar Jahrhunderten aussehen mag. Auch wenn ich dann nicht mehr lebe, der Gedanke ist schon verlockend, sich irgendwo hin teleportieren zu können.

Das dabei nicht nur gutes entstehen kann, war mir zwar bewusst, im Leben gibt es nicht nur Pro oder Contra. Jeder Situation kann man beides abgewinnen, doch in dieser Welt, scheint mir, dass das Negative die Vorteile überwiegt.

Die Möglichkeit Krankheiten und Verletzungen schnell zu heilen und vieles davon innerhalb kürzester Zeit, ist natürlich eine tolle Entwicklung. Doch die Separation der frei geborenen finde ich grausam. Ebenso, dass es nicht gerne gesehen wird, sich körperlich anzunähern. Die Liebe zu einem anderen Menschen, der diese erwidert, ist das schönste Geschenk im Leben. Wo geraten wir hin, wenn wir einfach nebeneinander herleben ohne Zuneigung zu zeigen oder zu empfangen?

Andererseits entspricht gerade diese Regelung dem Ziel der GES-Einheit. Die genetisch veränderten Soldaten werden auf Unmenschlichkeit getrimmt und Gefühle werden gezielt abtrainiert. Stirbt ein Soldat im Kampf ist das kein Problem, sie werden einfach ersetzt.
Eine für mich sehr schockierende Tatsache. Zwischen Richtig und Falsch kann nicht mehr unterschieden werden und wenn man den Soldaten den Befehl gibt, eine wehrlose Frau zu erschießen, dann tun sie dies, ohne zu zögern.


Träume sind ebenso filigran wie Blumen. Doch selbst, wenn der Winter sie dahinrafft, erweckt der Frühling sie zu neuem Leben.
Tristan und Mac sind ebenfalls Soldaten der GES-Einheit, allerdings unterscheiden sie sich von ihnen. Tristan ist frei geboren und weiß seine Gefühle zu verbergen um unauffällig zu bleiben - zumindest bis Gina in sein Leben tritt. Mac, so glaubt er, ist das Ergebnis eine In-Vitro-Fertilisation. Auch er soll zu einem gefühlskalten Soldaten erzogen werden, doch gestaltet sich das vorhaben nicht so einfach. Der junge Mann versucht an seinen Gefühlen fest zu halten und schützt Tristan wo andere Soldaten ihne ohne zu zögern verraten hätten.


Mehr denn je verspürte sie das Gefühl, dass dieser Chip und die Tätowierung an ihrem Handgelenk nur einen Zweck erfüllten: Sie zu markieren und auszusondern. 

Um den Status eines frei geborenen zu erhalten gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wurden sie außerhalb der vereinigten Staaten oder in einem der eingezäunten Gettos der Rebellen außerhalb der Kuppel geboren.
Die Rebellen sind mir hier viel sympathischer. Sie lassen sich nicht ihrer Freiheit berauben und leben ihre Liebe zueinander aus. 

Durch einen raffiniert gestalteten Plan, steht Gina auf der Abschussliste GIC und findet Zuflucht bei den Rebellen. Was sie bei ihnen über ihre Eltern erfährt und was für eine große Bedeutung sie für die frei geborenen haben, bringt einen Stein ins Rollen, der viele Leben in Gefahr bringt und wiederum andere vor die Herausforderung stellt einen Kampf zu beginnen dessen Ausgang ungewiss ist. 
Die Rebellen schließen sich zusammen, kämpfen füreinander und miteinander, doch irgendwo hat sich ein Spitzel eingeschlichen, der alle in Gefahr bringt. 


Charaktere:

Gina steht nach einer Intrige ganz oben auf der Abschussliste des GIC und GES. Gemeinsam mit den Rebellen findet sie heraus, warum ihr Leben in so kurzer Zeit völlig aus den Fugen geraten ist. Tristan ist einer der Soldaten des GES, doch ist er auch ein frei geborener. Sie beginnt für die Freiheit zu kämpfen und für ihre Liebe.

Tristan wurde von seiner Familie verstoßen. Lieber hätten sie ihn tot gesehen, als zuzulassen, dass das GES ihn an sich bindet. Tristan spielt mit, doch seinen freien Willen behält er und als Gina in sein Leben tritt kämpft er mit den Rebellen für das, was ihm am Herzen liegt.


Schreibstil:

Misha Blair hat eine eindrucksvolle Welt geschaffen. Die viele Technologie und Neuerungen der Zukunft hat sie toll dargestellt. Ebenso so ihre Art den Charakteren durch ihre Ausdrucksweise Autorität zu verleihen und die unterschiedlichen Klassen hervorzuheben hat mich beeindruckt. 
Die Zukunft mit ihren Möglichkeiten ist ein verlockender Gedanke, doch mir die Autorin in diesem Buch auch gezeigt, dass nicht alles zum Guten verändert wird. Ehrlich gesagt, würde ich nicht in dieser Welt leben wollen aber in sie einzutauchen war ein tolles Erlebnis.


Bewertung:




Zur Autorin:

Misha Blair wurde 1978 in Deutschland geboren. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Mann, die ihre Leidenschaft für das Übersinnliche teilen, in einem kleinen, sehr idyllisch gelegenen Hexenhäuschen im Südwesten Deutschlands.
Neben ihrer Arbeit im Krankenhaus gehört ihre Leidenschaft dem Schreiben, ihren Tieren und der Musik.

Sieben Verlag -


Weitere Bücher der Reihe:













Weitere Bücher der Autorin - Pseudonym "Ylvi Walker":
























Danke!

               Misha Blair &





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