Freitag, 12. Juni 2015

BLOGTOUR "Verlorene Sehnsucht" - Stockholm Syndrom



Ich begrüße euch <3-lich am 5. Tag unserer Blogtour =D
Vier wunderschöne Beiträge gab es schon zu bestaunen und heute hoffe ich, euch ebenfalls neugierig machen zu können ;)



Stockholm-Syndrom [Information]



Definition
Das Stockholm-Syndrom beschreibt einen psychologischen Effekt, in dessen Rahmen Opfer von z.B. Geiselnahmen positive emotionale Gefühle zu ihren Entführern aufbauen. Das Spektrum kann von einfacher Sympathie bis hin zur Kooperation und im Extremfall zur Empfindung von Liebe für den Täter reichen.


Namensgebung
Der Begriff entstammt einer Geiselnahme, die sich im August 1973 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm abspielte. Damals kam es zu einem Überfall auf eine Bank, bei dem vier der Angestellten als Geiseln genommen wurden. In den kommenden fünf Tagen fiel – nicht zuletzt durch mediale Beleuchtung – auf, dass die Geiseln offenbar mehr Angst vor der Polizei als vor den Geiselnehmern hatten. Nach Ende der Geiselnahme empfanden die Opfer weiterhin keinen Hass oder Rachegedanken gegenüber den Tätern – im Gegenteil: Sie empfanden eine große Dankbarkeit dafür, von den Kriminellen freigelassen worden zu sein. Die Sympathie ging so weit, dass sich die Bankangestellten für eine milde Strafe einsetzten und die Täter im Gefängnis besuchten.

Ursachen

  • Wahrnehmungsverzerrung in Folge der Einsamkeit einer Geiselnahme
  • Geiseln sehen sich nur als zufälligen Teil der Situation
  • Zurückhaltung der Polizei bewirkt bei Geiseln das Gefühl des Alleingelassenwerdens
  • übersteigerte Wahrnehmung vom Agieren der Täter; bereits kleinste Zugeständnisse werden als Akt großer Gnade empfunden
  • häufig verhalten sich die Täter den Geiseln gegenüber relativ wohlwollend, da sie eine Art Schutz für diese darstellen
  • Identifizierung mit den Zielen der Täter als Selbstschutz bzw. Kompensation des maximal eingetretenen Verlustes der Selbstständigkeit und Kontrolle, die eine Geiselnahme mit sich bringt




Elena und Ricos Beziehung ist sicherlich aus einer ungewöhnlichen Situation entstanden. Für mich als Leser stand das Thema, ob sie am 'Stockholm Syndrom' leidet aber niemals zur Debatte.  Ihr Verhalten und ihre Gedankengänge verfolgend, konnte man Elenas Empfindungen nachvollziehen. Obgleich sie sich bei Rico als ihrem Entführer wohler gefühlt hat und ein wenig Frieden während der ganzen Situation im Dschungel gefunden hat, war es Rico selbst, der sie faszinierte. 
Ein junger Mann, der selbst viel riskiert hat und es immer noch tut um sie zu schützen. Jemand, der zwar falsche Entscheidungen trifft, aber nicht gefühlskalt ist. Schuldgefühle plagen ihn und trotz seiner Beihilfe im Dschungel, ist er gewiss kein schlechter Mensch.

Doch auch die Sichtweise der Außenstehenden kann ich nachvollziehen. Während manche den Gedanken zwar merkwürdig finden, dass Elena eine solche Beziehung zu ihrem ehemaligen Entführer aufgebaut hat, aber diese Situation mit einem gewissen Verständnis betrachten, so gibt es wiederum Andere, die ihre Abneigung geradeheraus kundtun. 
Wirft man das Wort Entführung in einen Raum, verbindet man damit nur Schlechtes. Die dauernde Angst, was tagtäglich mit einem geschehen könnte. Den Launen nicht nur eines Kidnappers ausgeliefert zu sein und ob man wirklich Freiheit erlangt, wenn die Forderungen erfüllt werden. Etwas Positives kann man dem ganzen wirklich nicht abgewinnen und wenn man nicht selbst weiß und miterlebt hat, was sich in der Zeit abgespielte, muss so eine Beziehung einfach krankhaft wirken. 

Ute Jäckle ist hier eine wunderbare Gliederung, sowie Gegenüberstellung der Pro und Contra Seiten gelungen.




Gewinnspiel



1 x "Verlorene Sehnsucht" als signiertes Print
2 x "Verlorene Sehnsucht" als ebook
1 x "Verlorene Sehnsucht" Tasse




Beantwortet zur Teilnahme einfach folgende Frage =)

Wenn du im Dschungel gefangen wärst, würdest du versuchen zu flüchten oder eher versuchen, so wenig wie möglich aufzufallen, um den Zorn deiner Entführer nicht auf dich zu laden?

oder

Wie würdest du einem ehemaligen Entführungsopfer gegenüberstehen, dass sagt, es habe sich in seinen Entführer verliebt?




Teilnahmebedingungen:

  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten
  • Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden (Gewinnerpost) und der Autorin ihre Adresse zwecks Gewinnversand zu übermitteln.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich.
  • Keine Haftung für den Postversand.
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


Blogtour Stationen



8.6. Buchvorstellung - Lesemonsterchens Buchstabenzauber
9.6. Protagonistenvorstellung - Merlins Bücherkiste
10.6. Interview mit Ute Jäckle - Bambinis Bücherzauber
11.6. Zitate aus Verlorene Sehnsucht - Sammy's Books 
12.6. Stockholm Syndrom - Blonderschattens Welt der Bücher
13.6. Vorstellung Kolumbiens - ZeilenZauber
14.6. Mafia - bibilotta
15.6. Videolesung mit Ute Jäckle -  The Bookdealer and more
16.6. Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Mit der Teilnahme auf mehreren Blogs, könnt ihr eure Gewinnchancen erhöhen. Wenn ihr auf jedem Blog der Tour teilnehmt und die jeweilige Frage beantwortet, könnt ihr damit also 8 Lose sammeln.
Ihr habt eine der bisherigen Stationen verpasst? Kein Problem, bis zum 15. Juni um 23:59 könnt ihr noch auf allen Blogs teilnehmen!!!


Ich freue mich auf eure Teilnahme und wünsche euch noch weiterhin viel Spaß mit den weiteren Beiträgen =)

Ganz liebe Grüße und schon mal ein schönes Wochenende

Euer Blonderschatten




Kommentare:

  1. Hey toller Beitrag :)
    Ich glaube ich würde versuchen so wenig wie möglich aufzufallen, so ist die Chance hòher wieder freigelassen zu werden.
    Zu der anderen Frage: das käme auf die Situation an, nur weil man sich während einer ungewöhnlichen Situation verliebt, muss es ja nich gleich schlecht oder krankhaft sein.

    Lg lara

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  2. Hallo,

    ich würde versuchen so wenig wie möglich aufzufallen und hoffen, dass ich wieder frei gelassen werden.
    Und zu der anderen Frage. Da ich ja noch nie in so einer Situation gewesen bin, kann ich nicht nachvollziehen wie man sich dabei fühlt und wie es dazu kommen kann sich in seinen Entführer zu verlieben. Ich würde mir die Geschichte urteilsfrei anhören.

    LG
    SaBine

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  3. Hallo ,
    Ich würde versuchen, so wenig wie möglich aufzufallen, um den Entführer nicht zu ärgern.
    Ich kann nicht sagen wie ich mich in solche Situation verhalten würde .

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  4. Hallo Julia!

    Toller Beitrag und ich habe so etwas schon mal im Film gesehen wo sich ein Entführungsopfer in ihren Entführer verliebt hat.

    Ich selbst würde der Sache neutral gegenüber stehen, außer derjenige wäre gewaltsam, dann würde ich versuchen zu helfen.

    Zu der Situation im Dschungel kann ich nur schreiben, auch wenn ich Angst hätte würde ich versuchen zu fliehen!

    Liebe Grüße Susanne

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  5. Ich würde versuchen zu fliehen und schön aufmüpfig sein.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  6. Hallo!
    Du hast gar nocht so einfache Fragen ausgedacht ;)
    Also im Dschungel würde ich definitiv nicht fliehen...wenn die Entführung wo anders wäre, dann schon eher...
    Als Außenstehender kann man sich natürlich so eine Situation, dass sich das Opfer in den Entfüherer verliebt, nicht vorstellen. Aber wenn man über eine lange Zeit nur eine einzige person hat, die man sieht und mit der man reden kann und diese auch ab und zu "nett" ist, ist das nicht weit hergeholt bzw. ja auch wissenschaftlich bewiesen.
    Liebe Grüße
    Martina
    stamplover@gmx.at

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  7. Hallo und guten Tag,

    O.K. nehme Frage 2 ..verlieben in einen Entführer , sorry das geht doch gar nicht!
    Zumindest für mich persönlich, denn jemand , der mich entführt kann noch nicht plötzlich mein Freund und Lover möglicherweise werden.

    LG..Karin...

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  8. Huhu,

    da ich nie im Leben alleine im Dschungel zurecht käme und sicher nicht lange überlegen würde, gibt es nur die Alternative still auszuhalten und so wenig wie möglich aufzufallen.

    LG Beate

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  9. Huhu,
    da ich nie im Leben im Dschungel zurechtkäme und ganz sicher nicht lange überleben würde, käme nur aushalten und nicht auffallen in Frage.

    LG Beate

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  10. Nur nicht auffallen, das wäre mein Verhalten. Ich will doch nicht den Zorn der Entführer zu spüren bekommen - zumal man nach einiger Zeit sicherlich körperlich abbaut. Und vermutlich wäre ich vor Angst wie gelähmt.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama
    Cappuccino-Mama@onlinehome.de

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