Montag, 23. März 2015

REZENSION "Art Affair - Astro-Quickie Löwe" von Anaïs Goutier


Catherine Bélier ist eine französische Ausstellungskuratorin mit internationaler Reputation. Der Brite Dane Leonsberg gilt als einer der populärsten Protagonisten am internationalen Kunsthimmel und wird von Medien und Publikum wie ein Popstar verehrt. Zwei exzentrische, erfolgsverwöhnte Alphatiere, die gewohnt sind, stets ihren Willen und ihre Meinung durchzusetzen, treffen aufeinander. Doch Dane Leonsberg ist nicht nur äußerst selbstbewusst und dominant, sondern mit seinem karamellblonden Wuschelhaar und den bernsteingoldenen Augen darüber hinaus höllisch attraktiv und überraschend charismatisch. Was mit leidenschaftlichen Machtkämpfen, Wortgefechten und Fachdisputen beginnt, entwickelt sich schnell zu einer mindestens ebenso feurigen Affäre...

Seitenanzahl: 53
Preis: 1,99 EUR
ISBN: 978-3-426-43378-2
Verlag: feelings [Droemer Knaur]


Cover:

Ein muskulöser Männerkörper von einem Ring aus Sternzeichen umrahmt und ein Löwe der auf seiner Brust prangt. Das Farbspiel aus schwarz, gold und mintgrün gefällt mir sehr. Alles in einem ein gelungenes Cover.


Meinung:

Catherine lebt für ihren Job und blüht darin auf. Sie versucht immer alles perfekt zu machen. Perfektionismus ist gar keine schlechte Eigenschaft, doch bei ihr hatte ich häufig das Gefühl, dass sie zu sehr gerade aus denkt und sich so schnell von Kleinigkeiten die nicht in die Richtung laufen, wie sie sie gerne hätte, aus der Bahn werfen lässt. 
>>Warum hast du mich nicht informiert, Dane? Diese Arbeiten sind ...<< >>Schwer vermittelbar?<<, vervollständigte er ihren Satz. >>Ja, das trifft es schon ganz gut. Wobei mir obszön, unanständig und plakativ auch recht passender erscheinen.
Den Ruf des Museums im Hinterkopf kann ich die Panik von Catherine noch weitestgehend nachempfinden. Doch Dane hat Recht mit seiner Äußerung, dass auch Themen die damals ein großes Tabu waren, heute weniger verschrien sind. Seine Methode dies auch Catherine zu beweisen, bringt neben eindeutiger Überzeugungskraft auch noch andere Erkenntnisse ans Tageslicht.
>>[...] Die Besucher sollen Gelegenheit erhalten, die Sachen anzufassen, mit ihnen umzugehen, offen über die Spielzeuge, die Hilfsmittel und über Sex zu sprechen und zu diskutieren. Nicht hinter vorgehaltener Hand, nicht in einem düsteren Club oder einem billigen Sexshop, sondern hier im Museum; in einem geschützten Hort der Geistesfreiheit.<< 
Danes Ausstellungsobjekte habe ich am Anfang zwar nicht als "schlimm" empfunden, dennoch wusste ich nicht so recht, welche Aussage er damit eigentlich machen möchte. Sinn ergibt alles, als herauskommt, wofür sich Dane neben seiner künstlerischen Tätigkeit noch engagiert. Letztendlich muss ich sagen, dass ich nicht mit so viel Ausdurcksstärke gerechnet habe.


Charaktere:

Catherine ist bestrebt immer ihr bestes zu geben, weshalb sie sich auch schnell von Kleinigkeiten aus der Bahn werfen lässt. Dane scheint eine Herausforderung zu sein an der sie auf Granit zu beißen scheint und doch letztendlich über sich hinaus wächst.

Dane ist Künstler, er weiß was er will und auch wie er es bekommt. Seine Tricks sind zwar nicht immer vertretbar, dennoch sehr effektiv.


Schreibstil:

Anaïs Goutier hat mich mit ihrem Schreibstil leider nicht überzeugen können. Die Wortwahl war für meinen Geschmack oft zu sachlich gehalten und mit vielen Wörtern wusste ich auch gar nichts anzufangen, sodass ich erst einmal im Duden nachgucken musste, was diese überhaupt bedeuten. Als Dane mit ins Spiel kam, dachte ich erst, dass diese Wortwahl Catherines Perfektionismus unterstreichen soll, doch dies war leider nicht der Fall.
Ich lese gerne Kurzgeschichten, hier ging mir jedoch alles zu schnell. Dane und Catherine haben sich jahrelang nicht gesehen und nach zwei gemeinsamen Abenden, kam das große Geständnis. 
Eine nette Geschichte, die meinen Geschmack jedoch nicht ganz getroffen hat.


Bewertung:





Zur Autorin:


Anaïs Goutier ist das Pseudonym einer jungen Autorin und Kulturwissenschaftlerin, die im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung publiziert und forscht. 

Mehr über die Autorin und ihre Bücher unter www.anaisgoutier.jimdo.com





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Danke!

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