Sonntag, 16. März 2014

Rezension "Der Atem des Sturms" von Leonie Jockusch



Klappentext:
Weil Kian eine Unterkunft für die Zeit seines Prakti-
kums braucht, muss die 17-jährige Feli ihren gelieb-
ten ausgebauten Schuppen an ihn abgeben. Deshalb,
und auch wegen Kian selbst, gerät Felis Alltag in
Pellhausenkoog an der Nordsee völlig durcheinander.
Der Großstädter benimmt sich arrogant und durch-
weg merkwürdig und ist Feli auch sonst ein Rätsel.
Dennoch fühlt sie sich irgendwie zu ihm hingezogen.
   Kompliziert und gefährlich wird ihr Leben, als sie
ihn eines Nachts zur Rede stellen will und er sich vor
ihren Augen unvermittelt in Luft auflöst. Wer ist Kian?
Oder sollte sie Frage: Was ist er?
   Doch auch Feli ist kein gewöhnlicher Mensch. Kian
ist fasziniert von dem Mädchen, das mit der Natur 
zu kommunizieren scheint. Außerdem ist er verun-
sichert von Felis Blick, mit dem sie ihn zu lesen droht.
Er fürchtet um sein dunkles Geheimnis, möchte aber
zugleich ihres ergründen ...

Meinung:
Nachdem ich vor zwei Wochen "Meeresschatten" von Leonie Jockusch gelesen habe und total begeistert von diesem Buch war (bin), hatte ich hohe Erwartungen an "Der Atem des Sturms" und wurde nicht enttäuscht.

Liebe, Spannung und Abenteuer, das macht für mich ein gutes Buch aus. All das schafft Leonie Jockusch und noch viel mehr. Gleich zu beginn des Buches kommt es zu einer witzig und zugleich peinlichen Szene bei der ich nicht nur schmunzeln, sonder lachen musste. Bevor ich das Buch gelesen hatte war ich etwas skeptisch, da aus der Sicht von Feli und Kian geschrieben wird und die Abschnitte der einzelnen Sichtweisen teilweise sehr kurz waren, meine Befürchtung war, dass es abgehackt wirken könnte. Dies war aber ganz und gar nicht der Fall. Der Sprung von Feli zu Kian oder von Kian zu Feli war in den meisten Situationen sehr aufschlussreich und man konnte die Reaktionen der Figuren besser nachvollziehen.

Zu verfolgen wie Feli und Kian sich die ersten Male begegnen war spannend und amüsant, denn Fee ist gar nicht begeistert, dass ein Fremder in ihre geliebte Insel am Wald zieht und hat dementsprechend eine ablehnende Art im gegenüber. Die ersten Begegnungen mit ihm verlaufen auch nicht gerade positiv und das er sie (unbeabsichtigt) "KO" schlägt macht die Situation auch nicht besser. Beide sind jedoch überrascht wie gut der jeweils andere aussieht. Sowohl Kian als auch Feli entdecken Besonderheiten an dem anderen und stellen Nachforschungen an. Feli die Kian teilweise immer noch ablehnend gegenüber steht verweigert ihm Antworten auf seine Fragen aber auch Kian, der Feli vor sich selbst schützen möchte gibt ihr keine Auskünfte. 
Langsam kommen sich die beiden näher, doch immer wieder kommt es zu Vorfällen die beide wieder voneinander entfernen. 
Felis Unentschlossenheit Kian gegenüber kann ich gut nachvollziehen. Erst küssen sie sich, dann wendet er sich wieder von ihr ab. Das sie da denkt, dass er nichts von ihr möchte kann ich verstehen. Das sie sich vornimmt ihn nicht mehr so nah an sich rankommen zu lassen, weil die Zurückweisungen ihr weh tun kann ich auch gut nachvollziehen. Als diese Missverständnisse jedoch aus dem Weg geräumt sind und Feli und Kian sich ihrer Gefühle klarer sind, kommt es zu einer Situation an der ich Kian am liebsten schütteln würde. Muriel die Kian ganz für sich beanspruchen möchte, macht Feli vor ihm schlecht und das während Feli dabei steht. Ich meine Hallo? Wenn er sie liebt und er Muriel nicht ausstehen kann, warum lässt er dann zu das sie so über Feli redet? Das Fee darüber traurig ist und wieder nicht weiß wo die beiden stehen ist nur nachvollziehbar.

Feli vertraut sich ihrer Chefin an und berichtet über ihre Fähigkeiten. Catja bietet ihr an sie zu unterrichten um ihr Fähigkeiten gezielt einzusetzen. Erst ist Fee davon begeistert, bis sie einer Pflanze den Atem rauben soll. 
Mir ist die Chefin schon von Anfang an komisch vorgekommen und mein Gefühl hat mich nicht getrübt. Das sie Feli nur für ihre eigenen Zwecke missbraucht war etwas mit dem ich nicht gerechnet hätte und was hinterher mit ihr passiert fand ich nur gerecht.

Feli und Kians Liebe muss noch viele Hürden überwinden und Feli muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen die sie in Lebensgefahr bringt und ihr Herz bricht. 

Charaktere:

Feli liebt die Natur und vor allem ihren Wald der sie sogar Nachts magisch anzieht. Sie vermisst ihren Vater der vor 5 Jahren abgehauen ist und sich seit dem nicht mehr bei ihr gemeldet hat. 

Wiebke ihre beste Freundin kümmerte sich gar nicht mehr um Feli seit sie in einer Beziehung ist und erklärt sie für verrückt als Fee ihr von ihren Fähigkeiten berichtet. Feli ist verletzt und erkennt das ihr Freundschaft beendet ist. 

Oskar ist Felis bester Freund. Sie glaubt er sei in ihre beste Freundin verliebt, was jedoch nicht der Fall ist, da er in Feli verliebt ist. Für alle scheint das offensichtlich, da sogar Kian und Felis Chefin Catja davon ausgehen, dass sie ein Paar sind.

Kian hat große Schuldgefühle, den das was er ist hat er nicht unter Kontrolle. Beinahe täglich fordert er viele Opfer und darunter sogar seine Eltern. Er versucht niemanden in sein Leben zu lassen, den er wieder verletzen könnte und so verweigert er sich zu beginn seinen Gefühlen zu Feli. Als sich die beiden Näher kennen lernen kann er seine Gefühle doch nicht länger zurückhalten, er ist sich jedoch bewusst das sein Feind Lennox nichts von Feli erfahren darf, da er sonst ein Druckmittel gegen ihn hätte und Feli in großer Gefahr schweben würde.

Lara wird zu Felis bester Freundin und steht ihr in jeder Situation bei, jedoch nichts ahnend das Lara Kian sehr ähnlich ist und die beiden ein gemeinsames Geheimnis haben. 

Schreibstil:
Leonie Jockusch macht es dem Leser leicht sich in eine neue Welt zu begeben und sich darin zu verlieren. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wenn ich es doch mal musste, war die Vorfreude weiter zu lesen riesig. 

Ich hoffe das noch viele Bücher von dieser tollen Autorin erscheinen werden. Auch dieses Buch war wieder einzigartig und wird sicherlich noch mehrfach von mir gelesen. "Der Atem des Sturms" bekommt von mir 5 von 5 Pfötchen. 





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