Donnerstag, 13. März 2014

Rezension "Ascheträume" von Maurizio Temporin







WENN SCHWARZER
SCHNEE FÄLLT, WIRD DIE
WELT ZU ASCHE

Als Thara zum ersten Mal an der Blüte
einer Schwertlilie riecht, ist ihr Leben nicht mehr wie
zuvor: Sie verliert das Bewusstsein und kommt 
in einer Welt aus Asche zu sich. Doch an diesem
lebensfeindlichen Ort ist sie nicht allein. Ein uralter
Feind hat nur darauf gewartet, dass Thara diese
fremde Welt betritt. Einzig Nate, der scheue Junge ohne
Gedächtnis, kann sie beschützen. Doch warum ist
er hier gefangen? Um ihn zu retten, geht Thara das 
größte Wagnis ihres Lebens ein.


Meinung:
Die Geschichte startet wirklich gut, den ich konnte mir ein lachen nicht verkneifen. Thara schläft bei ihrem Date, in einem vollen Restaurant einfach ein. Im Verlaufe der Geschichte erkennt man das sehr viel mehr hinter Thara's Schlafanfällen liegt als evtl. eine Krankheit.
"Ascheträume" ist in einzelne Kapitel untergliedert, dass hat mir sehr gut gefallen. Meist wechselt mit den Kapiteln auch der Aufenthaltsort Tharas, entweder ist sie in der Zwischenwelt oder in der normalen Welt. 
Im "Cinerarium" wie Thara es nennt trifft sie Nate, sie lernen sich langsam kennen und versuchen herauszufinden wer Nate ist und wie er wieder in die Wirklichkeit kommen kann. Schade finde ich es, dass Thara ca. 70% des Buches in der normalen Welt. So verbringt sie wenig Zeit mit Nate und die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich nur sehr langsam und da ich gerne intensive Liebesgeschichten mag war das doch eher ein Minuspunkt. 
Die Spannung jedoch bleibt im gesamten Buch enthalten und die gruseligen Stellen wurden so gut beschrieben, dass ich eine Gänsehaut bekam und mir Tränen gekommen sind, als ein toller Charakter gegangen ist bevor er einen geliebten Menschen wieder gesehen hat.
Thara gerät in dem Buch in große Gefahr und auch ihre Familie und Freunde werden mit hineingezogen, aber anstatt sich von Thara abzuwenden stehen ihr ihre Freunde bedingungslos bei was ich unheimlich toll fand. Leonard und Christine sind für mich wahre Freunde, denn anstatt Thara für verrückt zuhalten, nachdem sie erzählt hat, dass sie in ihren Träumen in einer anderen Welt landet, glauben sie ihr und helfen wo sie nur können.

Charaktere:

Thara ist ein außergewöhnliches Mädchen und das nicht nur wegen ihrer violetten Augen, die auch ihren Mitschülern eigenartig vorkommen. Sie hält sich mich Kaffee wach, den sie ist immer kurz vorm einschlafen, ja sogar während Klassenarbeiten. Lediglich in der Morgend- und Abenddämmerung ist sie wach. 

Nate befindet sich im Körper eines 20-jährigen Jungens im Cinerarium und kann sich an nichts mehr erinnern. Als er Thara begegnet beginnen seine Erinnerungen langsam wieder zu kommen. Durch Nates Gedächtnisverlust kommt es zu vielen lustigen Momenten, so z.B. als er Thara bittet in zu Küssen, weil er nicht weiß was ein Kuss ist und was man da eigentlich macht. 

Leonard & Christine sind Tharas beste Freunde und nehmen sie so wie sie ist. Sie stehen ihr in lebensgefährlichen Situationen bedingungslos bei.

Charles ist Thara anfangs unsymphatisch, doch ehe sie sich versieht ist er für sie wie ein Vater, den sie nie hatte.


Schreibstil:
Maurizio Temporin schafft es das Cinerarium in seinen Einzelheiten so gut zu beschreiben, dass man sich in einer Welt aus Asche verliert. Die Spannung und Ungewissheit begleitet einen durch das ganze Buch. 
Das Ende lässt meiner Meinung nach jedoch zu viel offen, z.B. ob die beiden Mädchen, die Nate und Thara im Cinerarium kennen gelernt haben wieder in ihren Körper gefunden haben bzw. wenn nicht ob es ihnen im Cinerarium, gefangen mit dem Bösen gut geht. Ich hatte dadurch das Gefühl, dass vergessen wurde über die beiden zu berichten.

Die Spannung im Buch war greifbar, man hat viele tolle Charaktere kennen gelernt und sich als Leser mit auf eine gefährliche Reise begeben und obwohl die Liebe für mich zu kurz gekommen ist hatte ich schöne Lesestunden. Deshalb bekommt das Buch von mir 3 von 5 Pfötchen.


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