Sonntag, 27. September 2015

REZENSION "Broken Destiny - Dämonenasche" von Jeaniene Frost


Seit Jahren wird Ivy von Visionen heimgesucht: Sie sieht düstere Orte, bedrohlich nah, und dennoch jenseits der Realität. Wird sie etwa verrückt? Plötzlich verschwindet ihre Schwester Jasmine und jemand versucht, Ivy zu töten. Aber der mysteriöse Adrian rettet sie - und offenbart ihr die schockierende Wahrheit: Diese dämonische Parallelwelt existiert wirklich und Jasmine ist dort gefangen. 
Gemeinsam mit Adrian begibt sich Ivy auf die Suche nach einem alten Relikt, um Jasmine zu befreien. Was Ivy allerdings nicht weiß: Adrian, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt, ist von Schicksal dazu bestimmt, im Krieg der Engel und Dämonen auf der anderen Seite zu kämpfen. Als ihr Todfeind ... 

Seitenanzahl: 300
Preis: 10,99 EUR
ISBN: 978-3-95649-215-0
Verlag: Soul (mtb)


Cover:

Das Bild an sich ist schön, dennoch zeigt es mir im Nachhinein zu wenig über die Geschichte selbst. Anhand der Geschehnisse im Buch, hätte man viel in das Bild einarbeiten können. So sehe ich zwar eine hübsche Frau, in deren Blick eine gewisse Stärke liegt, dennoch verrät mir nur das Pentagramm in dem Wort, sowie das Wort "Dämonenasche" selbst, dass wir es hier mit übernatürlichen Wesen zu tun bekommen.



Meinung:

Ivy sehnt sich ihre alten Probleme zurück, die lediglich darauf beruht haben, ihrem Professor gegenüber einen schlechten Eindruck hinterlassen zu haben, als ihr Handyalarm während der Lesung angesprungen ist. Doch innerhalb weniger Tage, verläuft ihr Leben von einem Höllenloch ins nächste. 


Es gibt so vieles, das man erst dann zu schätzen weiß, wenn es für immer verloren ist ...

Als letzte Überlebende aus Davids Blutlinie, trägt Ivy eine große Bürde, deren Ausmaß bis zuletzt verborgen bleibt. Auch wenn die junge Frau gezwungener Maßen immer mehr in die Welt der Dämonen rein wächst, so überzeugt sie doch schon von Anfang an über einen unerschütterlichen Willen. Ereignisse, die jeden anderen zur Verzweiflung treiben würden, nimmt sie als gegeben hin. Einerseits liegt ihre Ruhe sicherlich in ihrer Fähigkeit begründet, die sie schon seit kindestagen Dinge sehen lässt die anderen verborgen bleibt und sie gewissermaßen abgehärtet hat. Doch noch ein viel wesentlicher Punkt ist, dass man über sich hinaus wächst, wenn jemand bedroht wird, den man liebt. 

Ivys Wissen um die Sage ihrer Blutlinien, sowie die Dämonenwelt selbst ist in etwa so zu vergleichen, wie ein Tropfen Wasser im Vergleich zum Meer. In gewisser Weise verstehe ich, warum Zach, Adrian, Costa und weitere Figuren ihr nur wenige Informationen geliefert haben, nichts desto trotz waren die Informationen für Ivy so spärlich, dass sie nicht wusste das selbst die simpelsten Dinge zur Gefahr werden können. Anstatt sie zu schützen, war es ihre Vorsicht, Dinge offen zu legen, die sie erst recht in Gefahr gebracht haben.

Menschen, die nichts mehr zu verlieren hatten, waren gefährlich.  

Ihre Eltern sind tot und ihre Schwester Jaz ist in den Händen der Dämonen. Aus ihrem Leben selbst, hat sich nichts zu verlieren und was ist das eigene Leben wert, wenn man es ohne einen geliebten Menschen auf der Erde fristen muss? Ivy ist eine intelligente junge Frau, die gradlinig, aber um um die Ecke denken kann, dass sie jedoch weitaus mehr zu verlieren hat als sie glaubt, bleibt ihr lange Zeit verborgen. Es mag stimmen, dass ein Mensch gefährlicher ist, der nichts mehr zu verlieren hat, doch wenn man weiß, dass man etwas zu verlieren hat, kämpft man achtsamer. 

>>Warum erwartest du, dass jemand anders für dich Probleme löst, die du sehr wohl selbst bewältigen kannst?<<

Der Archont Zach war mit lange Zeit ein großer Rätsel. Es liegt in seiner Macht, weitaus größere Hilfestellungen zu leisten, als er es tut, dennoch schafft er gerade nur die Basis für Adrian und Ivy um in den einzelnen Dämonenwelten bestehen zu können. So undurchschaubar seine Absichten lange Zeit waren, so wird am Ende klar, egal wie oft man hört, was richtig und was falsch ist, nur wenn man selbst die entsprechenden Erfahrungen macht und von ihnen geprägt wird, tritt man letzten Endes aus eigener Überzeugung für das Richtige ein.

>>Du hast recht, sie sind in der Unterzahl.<< [...] >>Aber wenn das Licht gegen Schatten kämpft, dann spielt das keine Rolle. Ein einziger Schatten in einem hell erleuchteten Raum fällt nicht auf. Aber wenn ein Licht in die finsterste Ecke fällt ... ändert sich alles.<< 

Adrians Hass für die Taten seiner Urahnen bringt ihn dazu, sich selbst zu verachten. Ganz egal, wer sein Vorfahre war, er allein bestimmt, durch seine Entscheidungen und sein Verhalten, was ihn ausmacht. Ich glaube nicht an Bestimmung. Kein Schicksal kann stärker sein als der freie Wille, und nur weil Adrians Vorfahren Verräter waren, heißt das noch lange nicht, dass er ebenfalls dazu verdammt ist. Seine Entscheidungen bestimmen sein Schicksal,  nicht umgekehrt. Wäre sein Schicksal bereits besiegelt, hätten Dämonen wie Demetrius wohl kaum so hart daran gearbeitet, ihn in ein Monster zu verwandeln.

Wird Adrian sein Schicksal durchbrechen können? Am Ende sind es unsere Taten die zählen, nicht unsere Worte. Und manchmal kann auch Verrat der Weg in die richtige Richtung sein.



Charaktere:

Ivy hat ein Ziel das es ihr ermöglicht, selbst den härtesten Prüfungen stand zu halten. Obwohl sie sich nur für ihre Schwester mit Dämonen, Lakaien und Spürhunden anlegt, so setzt sie sich auf ihrer Rettungsaktion ebenso sehr für andere ein, ungeachtet dessen, in welche Gefahren sie ihr Handeln bringt. Mit Adrian an ihrer Seite ist sie stärker, ihr Vertrauen in den vermeintlichen Verräter ist groß, doch ist dieses Vertrauen wirklich gerechtfertigt?

Adrian - höhnisch, verbittert, herausfordernd. Der Start in sein Leben war alles andere als rosig. Durch Zach jedoch hat er die Möglichkeit bekommen, neue Einblicke zu erhalten. Auch wenn das Verhalten des Archonts oft seinen Missmut geweckt hat, so war doch alles auf ein Ziel gerichtet, dass durch Ivy weiter geformt wurde. Adrian ist das Dunkel und Ivy sein Licht, ist ihr Schein stark genug, um sein Schicksal in andere Bahnen zu lenken?


Schreibstil:

Jeanine Frost entführt uns in eine berauschende Welt mit für mich noch nie zuvor dagewesenen Elementen. Der Hintergrund der Blutlinien von Ivy und Adrian hat nicht nur für einen hohen Spannungspegel gesorgt, sondern hat mich ebenso sehr in einen Zwiespalt der Gefühle getrieben. Das Schicksal das auf Adrian lastet, scheint viel mehr eine Art Prophezeiung zu sein. 
Lässt sich das Schicksal wirklich aufhalten? Gelingt es den Protagonisten zu finden, was seit Jahrhunderten versteckt ist? Schaffen sie es, sich gegen Dämonen und sogar Archonten zu behaupten? Und wird Ivy ihre Schwester finden und wenigsten wieder einen Teil ihrer Familie bei sich haben? All diese Fragen haben einen Nervenkitzel in mir ausgelöst, der es mir unmöglich gestaltet hat, der Welt der Autorin zu entfliehen. Selbst wenn ich gezwungen war, dass Buch aus der Hand zu legen, war ich doch gedanklich immer bei Ivy und Adrian.

Ich freue mich auf ein wiedersehen mit den Charakteren und hoffe, dass meine Neugier nicht so lange warten muss, um gestillt zu werden ;)


Bewertung:






Trailer




Zur Autorin:

Die Romane der „New York Times“-Bestsellerautorin erscheinen in zwanzig Ländern. Jeaniene Frost lebt zusammen mit ihrem Mann, der sich längst damit arrangiert hat, dass sie an den Wochenenden bis in die Puppen schläft und fast nie einen Fuß in die Küche setzt. Denn Kochbücher jagen ihr einen mächtigen Schrecken ein – ebenso wie Flugzeuge.


- mtb -



Weitere Bücher der Autorin:







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Original Titel:
The beautiful ashes
(A broken destiny novel)


Original Cover:

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