Sonntag, 22. November 2015

REZENSION "Basaltblitz 1 - Die Geburt eines Helden" von Markus Tillmanns


Der schüchterne Nick liest leidenschaftlich gerne Superman, Batman, Spiderman, Arrow, Flash, X-Men und Wolverine.  Eines Tages - nachdem er versehentlich einen Kometen gegessen hat -  verwandelt er sich selbst in einen Superhelden. Nick ist begeistert! 
Doch schon bald muss er feststellen: Wo ein Superheld ist, da sind die Superschurken nicht weit. Und dann ist da noch dieser merkwürdige Durst nach Blut, der nach jeder Heldentat größer wird

Seitenanzahl: 218
Preis: 0,99 EUR
Markus Tillmanns





Cover:

Das Cover erinnert mich an die Gestaltung eines Comics und ebenso ähnlich ist die Geschichte auch ausgearbeitet. Eine riesige Stadt, die viele Geheimnisse versteckt und ein Superheld, der mit entschlossenem Blick jeder Gefahr entgegen tritt. Die Andeutung seiner Kräfte wird durch die türkise Lichterscheinung um die Hände des Mannes hervorgehoben und wie bei jedem Superhelden darf natürlich auch hier der rote Umhang nicht fehlen ;)


Meinung:

Nick gilt als Außenseiter, da er seine Liebe zu Superhelden vollkommen frei zeigt. Sie sind für ihn ein Vorbild, denen er nacheifern möchte. In das Bild passt dieser jedoch weniger, aufgrund seines hageren Körpers und seiner fehlenden sportlichen Seite. Menschen auszugrenzen, weil sie anders sind oder andere Vorlieben haben finde ich schlimm und dennoch wird es wohl immer ein Bestandteil des Lebens bleiben, den viele Betroffene erdulden müssen. Anstatt der Neugier jemanden kennen zu lernen, der sich von einem unterscheidet, bedeutet Andersartigkeit oftmals Ausgrenzung und für den Betroffenen Isolierung. Gut, dass Nick in dem neue Mitschüler Bruce (Be) jemanden gefunden hat, der ebenso für seine Helden schwärmt.
>>Ich kenne sein Kryptonit .<< Er kratzte sich am Kopf. >>Seine Schwäche.<< >>Wie bei Supermann<<, bestätigte Nick. >>Ich weiß.<< [...] >>Was ist sein Kryptonit?<< >>Freundlichkeit<<, antwortet Be sofort. >>Da versteht er gar nicht, was er machen soll.<<

Be hat mich beeindruckt, denn anstatt sich von Nick fernzuhalten, dessen Status an der Schule relativ verbreitet ist, bringt er ihm Freundlichkeit entgegen. Ihr Freude und Begeisterung ist authentisch und greifbar, was es mir einfach gemacht hat, diese Charaktere lieb zu gewinnen.

Nicks Eltern und seine Lehrer haben mich allerdings etwas missmutig gestimmt. Zuhause haben seine Eltern ein wachsames Auge auf ihn, kontrollieren Nick und engen ihn ein. Doch ebenso wie die Lehrer verschließen sie die Augen vor dem, was in der Schule geschieht. Sein Alltag wird zu einem stetigen Kampf sich nicht vollkommen unterkriegen zu lassen, doch mit dem Kometen ändert sich alles.

Es ist alles okay. Sie kann nichts finden! Wenn er es nur selber glaubte. 

Gut und Böse sind Gegensätze, die auch hier Einzug finden. Wird es Nick nach seiner Wandlung und mit seinen Fertigkeiten gelingen, in die Rolle des Superhelden zu wachsen, derer er schon so lange nachträumt?


Charaktere:

Nick ist ein liebenswerter Charakter, der den Hänseleien seiner Mitschüler ausgesetzt ist. Er wagt es nicht, sich zu behaupten, doch seinen Gedanken lässt er freien Lauf. Ein Komet verändert sein Leben und er hat die Möglichkeit das Leben zu führen, dem er schon lange sein Leben und seine Loyalität widmet. Schafft er es in diese große Rolle hineinzuwachsen und sich gegen das Böse zu behaupten?  


Schreibstil:

Bevor ich auf den Schreibstil des Autors eingehe muss ich sagen, dass ich eigentlich nur Bücher lese, in deren Fokus eine Liebesgeschichte liegt, ob in einer Alltagssituation, Fantasy oder Thriller etc. verpackt spielt keine Rolle, dass kommt mir alles vor die Nase ^^ 

Dieses Buch jedoch hat mich schon in der Leseprobe gefesselt, weshalb ich mich mal in ein anderes Gebiet wagen wollte und naja, was soll ich sagen, nach der Leseprobe war meine Neugier wirklich groß. Ich bin froh darüber, denn sowohl inhaltlich, als auch sprachlich, war diese Geschichte wirklich toll und ich hätte eine spannende Reise verpasst.

Humor zeigt dieses Buch in vielen Facetten und die Geschichte um die "Entstehung" des Superhelden hebt sich von den zahlreichen Konkurrenten dieser Materie ab. Gleich bleibt nur,dass es sich bei dem Superhelden Nick um einen äußerlich eher unscheinbaren jungen Mann handelt. Diese Symbolik gefällt mir jedoch immer wieder gut, denn das zeigt einmal mehr, dass man jemanden nicht nach seinem äußeren beurteilen sollte.

Die Charaktere sind speziell und verleihen der Geschichte eine ordentliche Portion Pepp. Diese Punkte machen alleine keine gute Geschichte aus, doch die Kombination dieser, lässt dieses Buch zu einer durch und durch eindrucksvollen Geschichte erwachsen, die mir zahlreiche Lachanfälle beschert hat.

Eine spannende Geschichte, deren Fortsetzung großes Spannungspotential verspricht ;)


Bewertung:



Zum Autor:

Markus Tillmanns lebt, liebt(?) und liest(!) am Niederhein. Er hat Germanistik und Philosophie studiert und begleitet heute kleine Menschen auf dem Weg zu großen Menschen. Er schreibt Fantasy- und Urban-Fantasy-Romane wie z.B. die Luzifer-Chroniken, mit der er gerade den Nautilus-Selfpublisher-Preis gewonnen hat.
Aktuell arbeitet er an Band 4 der Superhelden-Reihe Basaltblitz.

- Markus Tillmanns -



Weitere Bücher der Reihe:
Band 2: "Monsterjagd"
Band 3: "
Blutmond"



















Weitere Bücher des Autors:
Die Luzifer-Chroniken

Band 1: "Teufel"
Band 2: "Engel des Todes"
Band 3: "Die Rache Gottes"















"Maraskengift"
"Todgeweiht"
"Der Nachtelf"

Weitere Bücher des Autors hier *Klick*
















Danke!

Markus Tillmanns

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