Sonntag, 13. Dezember 2015

REZENSION "Küss mich, verführe mich, liebe mich" von Anna Loyelle


Maggie besitzt ein tiefes Geheimnis: Sie will mit ihrem Nachbarn Ricky - bei dem lang ersehnten Date -hemmungslose Stunden verbringen. Doch er treibt ein ganz anderes Spiel und ist auch an anderen Blondinen interessiert – das Date geht anders aus als erwartet und Maggie ist mehr als bereit sich ihreerotische Begierde auf ihre eigene Art in Erfüllung gehen zu lassen

Seitenanzahl: 87
Preis: 3,99 EUR
ISBN: 978-3-955732325
Verlag:
 Klarant





Cover:

Ein traumhaftes Cover, das größtenteils durch weißen, zart fließenden Stoff besteht. Die Frau blickt dem Leser ebenso verführerisch, wie selbstbewusst entgegen. Die violetten und blauen Farbakzente sind gut gesetzt. Ein toller Blickfang, der die Neugier schürt. 


Meinung:


Die Vorfreude vor dem ersten Date mit einer Person ist ein unbeschreibliches Gefühl, dass sich für Maggie jedoch ganz anders entwickelt, als sie es sich ausgemalt hat. Die Mischung ihrer Verhaltensmuster aus unglaublich leichtsinnig und starrköpfig, sowie stark und selbstbewusst, war ein starker Kontrast, der jedoch für tolle Unterhaltung gesorgt hat.


>>Oh nein<<, entfuhr es ihr ungewollt. Er grinste süffisant. >>Gestern sagtest du ständig: Oh ja.<<
Ricky scheint ein "Nein" nicht gewöhnt zu sein, denn eigentlich hätte er wissen müssen, dass es schon schwer ist, eine Frau zu besänftigen wenn er sie versetzt hat, aber ohne guten Grund und das Maggie auch noch gesehen hat, womit er sich inzwischen die Zeit vertrieben hat, ist etwas das Frau sicherlich nicht verzeiht, zumal er nur ihr Nachbar ist und ein paar nette Avancen hat fallen lassen. Sein Verhalten hat auch bewiesen, dass Komplimente von ihm wohl nur dazu dienen eine Frau nach seinem Willen zu steuern und ihm nicht wirklich etwas an ihr gelegen ist. Gut, dass sie ihn mal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat und das rein verbal. Vielleicht lernt er ja etwas daraus und erlangt etwas mehr Reife bzw. lernt worauf es im Leben wirklich ankommt.

>> [...] Du traust dich endlich, es zuzulassen und laut auszusprechen. Dein Therapeut hat gute Arbeit geleistet.<< >>Mein Therapeut warst du, Larissa.<< >>Ich weiß. Darf ich jetzt wieder schlafen und mich nachdem Frühstück darüber freuen?<< 

Derek hat mich mit Kleinigkeiten immer wieder überrascht. Einerseits scheint er auf großem Fuß zu leben und dennoch ist er geerdet und lässt sich auch von den, zumindest anfangs, offensichtlichen Absichten Maggies nicht aus der Ruhe bringen. Sein Job ist ebenso interessant, wie wohl auch ein Dämpfer für jede Beziehung. 

Zuviel Wein und gekränkter Stolz sind keine gute Mischung. Wird aus dem anfänglichen Ablenkungsversuch, den Maggie in Derek sieht mehr oder bedeutet seine Arbeit das Aus für zwei Menschen, die sich gerade erst kennen gelernt haben, eine Verbindung jedoch nicht bestreiten können?



Charaktere:

Maggie ist ein Mensch, deren Stärken und Schwächen sie zu einer wundervollen Persönlichkeit machen. Von Ricky verletzt, ist es Derek, der sie auf andere Gedanken bringt. Doch wie weit, ist sie bereit zu gehen?

Derek weiß genau, wo er zu Anfang bei Maggie steht, dennoch lässt er sich nicht entmutigen und setzt alle ihm möglichen Hebel in Bewegung, um etwas Gutes in seinem Leben zu halten, dass so plötzlich Einzug gefunden hat.


Schreibstil:

Anna Loyelle hat mich auf eine kleine, aber dennoch wundervolle Reise mitgenommen. Sich in die Protagonistin Maggie einzufühlen, war ein Kinderspiel, da ihre Reaktionen und Handlungen nachvollziehbar sind, auch wenn ihr Erhaltungstrieb verloren zu gehen scheint, wenn ihre Gefühle Achterbahn fahren. 

Den Fehler von Ricky hat die Autorin gut in das weitere Gerüst der Geschichte eingebaut. Es war toll, dass es hier nicht dieses übliche "böse sein" war, dass nur ein paar nette Worte, platziert an der richtigen Stelle bedarf, um die Frau alles was war, vergessen zu lassen. Maggie mag zwar ab und zu Entscheidungen treffen, die nicht weiter gedacht sind, dennoch hat sie ein starkes Selbstwertgefühl und lässt nicht so mit sich umspringen. Klar ist aber auch, dass ein Korb dieser Art eine Wunde hinterlässt, die nachwirkt. Daher ist es in meinen Augen auch verständlich, dass die Protagonistin Derek in manchen Situationen skeptisch gegenüber steht, eben auch, weil sie ihn noch nicht solange kennt.

Irgendwo hat alles Schlechte einen Sinn und führt zu etwas gutem. Manchmal muss man tief fallen, um einen klaren Blick zu erhalten und einen Weg, zeigt uns die Autorin mit ihrer Geschichte.

Bewertung:





Zur Autorin:

Anna Loyelle, geboren 1972, begann bereits in ihrer Kindheit zu schreiben. Ihre Gedanken brachte sie damals mit der Füllfeder in einem Schulheft zu Papier. Mit vierzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Buch, das einige Jahre später veröffentlicht wurde. Heute gehören Jugendromane, Thriller, Erotikstories und Kurzgeschichten zu ihren bevorzugten Genres. Zahlreiche ihrer Werke wurden bereits veröffentlicht.


- Klarant -


Weitere Bücher der Autorin:













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Danke!

Anna Loyelle

&





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